Absolventen bekamen bei Diplomierungsfeier in Rotenburg ihre Zertifikate

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Die Rechtspflegerprüfung haben vier Kandidaten aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg bestanden: Unser Bild zeigt von links Johannes Vierheller aus Bad Hersfeld, Anna Schäfer aus Bebra, Sarah Ullmann aus Rotenburg und Mathias Fischer aus Breitenbach – umrahmt von Fachbereichsleiter Eberhard Laux, links, und dem Direktor des Studienzentrums Rotenburg, Professor Lothar Seitz.

Rotenburg. Ein Kompliment verteilten die Chorsänger in der Diplomierungsfeier der Rechtspfleger in der Hessischen Hochschule in Rotenburg. Das war frei nach den Sportfreunden Stiller wohl mehr eine Liebeserklärung an eine Herzensdame, doch den Titel des Liedes durften die Absolventen des Fachbereichs Rechtspflege auch auf sich beziehen.

Immerhin haben sie in den drei Jahren ihrer Ausbildung ein sehr anspruchsvolles Studium in Theorie und Praxis bewältigt. 56 von ihnen werden nun die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Hessen und Thüringen personell verstärken. „Sie werden schon sehnsüchtig erwartet“, sagte der Präsident des Oberlandesgerichts in Frankfurt, Dr. Roman Poseck, in der Diplomierungsfeier im Auditorium Maximum der Hochschule. Er begrüßte die Rechtspfleger als neue Mitarbeiter in der hessischer Justiz.

Das sind ausgebildete Justizinspektoren. Sie haben in der Bildungsstätte in Rotenburg die Laufbahnprüfung für den gehobenen Beamtendienst bestanden. Mit dem erfolgreichen Abschluss der dreijährigen Ausbildung erwarben sie zugleich die Berufsbezeichnung Diplom-Rechtspfleger. Die Zertifikate für die Qualifikation erhielten die Justizinspektoren in der Feier vom Staatssekretär im Hessischen Ministerium der Justiz, für Integration und Europa, Dr. Rudolf Kriszeleit, überreicht.

„Sie werden verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen“, sagte der Staatssekretär in der Festansprache. Die Justiz werde nicht nur von Richtern geprägt. Eine zentrale Rolle komme den Rechtspflegern zu.

Kriszeleit betonte die hohe fachliche Qualifikation der Absolventen nach Abschluss des Studiums an der Hochschule in Rotenburg: „Wir möchten diese Fachkompetenzen, die fundierte Kenntnisse in vielen Kernbereichen des materiellen Rechts einschließt, in Hessen bestmöglich einsetzen.“

Der Justizstaatssekretär sprach sich für den Standort Rotenburg als Bildungsstätte des Landes Hessen mit einem Dank an die Lehrkräfte der Hochschule und die Ausbildern vor Ort aus: „Es ist ihr Verdienst, dass Jahr für Jahr so viele exzellent ausgebildete Kollegen in den Rechtspflegerdienst der Bundesländer Hessen und Thüringen aufgenommen werden.“

Für Den Justizstaatssekretär war es die letzte Festansprache in dieser Funktion. „Ihr Name wird immer mit der Zahl 50 verbunden sein“, würdigte Fachbereichsleiter Eberhard Laux das Bemühen von Dr. Rudolf Kriszeleit. Der Staatssekretär habe sich dafür eingesetzt, dass jedes Jahr 50 hessische Rechtspfleger in Rotenburg ausgebildet würden.

Fotos von der Diplomierungsfeier

Diplomierungsfeier der Rechtspfleger in Rotenburg

Den Absolventen gratulierte der Direktor des Studienzentrums Rotenburg, Rektor Professor Lothar Seitz, zum bestandenen Examen. Sie würden sich nun in vielen Rechtsgebieten auskennen, vom Betreuungsrecht bis zur Zwangsverwaltung. Um auch im Beruf stets auf dem Laufenden zu bleiben, sollten sie aber die Fort- und Weiterbildung nicht vernachlässigen. Man werde sich deshalb in Rotenburg wiedersehen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier mit Liedern und Melodien von Nadine Holstein am Flügel und dem Chor des Studienzentrums unter Leitung von Gerhard Altnöder. (zvk)

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Quelle: HNA

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