K+S: Widerstand gegen Laugenbecken wächst

Heringen. Der Düngemittelhersteller K+S plant den Bau von vier riesigen Stapelbecken im Bereich des Industriegebiets Alte Ziegelei zwischen den Heringer Stadtteilen Bengendorf und Wölfershausen.

Die Becken dienen für das Werk Werra als Pufferspeicher, denn die bei der Produktion anfallenden Salzabwässer dürfen nicht einfach so in die Werra eingeleitet werden. Am Pegel Gerstungen darf der Chloridgehalt pro Liter Flusswasser 2500 Milligramm nicht überschreiten. Geplant sind in einem ersten Bauabschnitt, der bis zum Jahresende 2015 abgeschlossen sein soll, zwei Becken mit einem Fassungsvermögen von 140 000 Kubikmetern. Das Unternehmen verfügt dafür bereits über eine Fläche von 5,5 Hektar.

Das Projekt selbst befinde sich nach den Worten von Werksleiter Dr. Reiner Gerling noch im Planungsstadium und soll jetzt genehmigungstechnisch auf den Weg gebracht werden.

Bereits im Mai 2011 hatte es zu diesen Planungen eine Informationsveranstaltung in Heringen gegeben. Die Standortfrage wurde seinerzeit noch ergebnisoffen diskutiert. Und seitens der Bürger habe es „keine Einwände gegeben“, sagte Hans Ries am Dienstagabend, als die Heringer abermals über das Projekt, das nun konkrete Formen annimmt, unterrichtet wurden. Diesmal waren die Stimmen der Projektgegner allerdings lauter. Denn nun liegt mit der Alten Ziegelei der Bauort genau fest. Außerdem wächst die Wasserfläche auf 80 000 Quadratmeter an. In einem zweiten Bauabschnitt sollen bis Ende 2016 auf 6,7 Hektar nämlich noch zwei weitere Becken mit einem Fassungsvermögen von 130 000 Kubikmetern entstehen. Der dafür notwendige Grund ist allerdings noch nicht im Eigentum des Unternehmens. „Wir haben darüber erste Verhandlungsgespräche mit einigen Eigentümern geführt“, bestätigte der Werksleiter.

Von Mario Reymond

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Quelle: HNA

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