K+S-Tiefenbohrung: Gemeinde Wildeck will mehr wissen

Wildeck. Die Wildecker Bürger sollen erfahren, was sich in den Tiefen des Gemeindegebietes bewegt. Über Grundlagen und Ergebnisse der Tiefenbohrungen, die K+S bereits auf dem Gebiet der Gemeinde vorgenommen hat, soll die Öffentlichkeit informiert werden. Und das sachkundig – ein Referent des Kalikonzerns soll dazu Auskunft geben. Das hat die Gemeindevertretung einmütig bei nur einer Gegenstimme beschlossen.

Bohrtürme

Der Gemeindevorstand soll alles für eine solche zeitnahe Informationsveranstaltung in die Wege leiten, hatte die FWG-Fraktion beantragt. Dr. Kurt Schreiner waren die Bohrtürme in einigen Ortsteilen aufgefallen, deshalb hatte er nachgehakt und erfahren, dass die Bohrungen in 350 Meter Tiefe dazu dienen sollen, den Weg der im Erdreich verpressten Kali-Abwässer zu untersuchen.

Zunächst hatte er befürchtet, es handele sich bereits um Vorarbeiten des von vielen gefürchteten und abgelehnten „Frackings“, also der Erdgasförderung mittels Wassers, das mit Chemikalien versetzt ist. Bekanntlich gibt es auch in Nordhessen Bemühungen von Energiekonzernen, Genehmigungen für „Fracking“ zu erhalten - wir berichteten. (sis)

Quelle: HNA

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