Kritik zeigt Wirkung - Kiesabbaupläne werden intensiv geprüft

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Umstrittenes Projekt: Die Wildecker Kieswerke baggern zurzeit auch den Wall ab, der die Abgrenzung des bisher genehmigten Abbaugebiets war. Kritiker sehen daran eindeutige Vorarbeiten für die geplante Erweiterung, die noch genehmigt werden muss.

Obersuhl. Der massive Widerstand gegen die Pläne der Wildecker Kieswerke, ihr Abbaugebiet in der Gemarkung Untersuhl in Richtung Obersuhl auszuweiten, zeigt Wirkung: Es wird kein einfaches und damit schnelles Genehmigungsverfahren geben, sondern ein Verfahren mit einer erneuten Umweltverträglichkeitsprüfung.

Das hat das Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar entschieden. Dies teilte der Presseseprecher des Amtes, Adalbert Alexy, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Obersuhler Bürger halten einen Zusammenhang zwischen zahlreichen Schäden an ihren Häusern und dem Kiesabbau für sehr wahrscheinlich. Der Boden im östlichen Obersuhl senkt sich. Das führt unter anderem zu Rissen und Setzungen auf den Grundstücken. Auch die Gemeinde Wildeck hatte in einer Stellungnahme betont, dass die Erweiterung des Abbaus keine negativen Auswirkungen auf die Wohnhäuser haben dürfe.

Das Landesverwaltungsamt habe erst in Folge des Antrags auf Erweiterung des Kiesabbaus von den Problemen in Obersuhl erfahren, betonte Pressesprecher Alexy.

 

Von René Dupont

Auch die Kieswerke nehmen die Problematik nach eigener Aussage ernst und wollen der Sache auf den Grund gehen. Wie, das lesen Sie in unserer gedruckten Donnerstagausgabe.

Quelle: HNA

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