Zum Volkstrauertag trafen sich die Menschen am Turm auf dem Gipfel des Alheimers

Der Kriegsopfer gedenken

Ein würdiger Ort zum Trauern: Am Mahnmal für die Gefallenen der Weltkriege am Alheimerturm erinnerte Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt an die Opfer von Kriegen und Gewalt. Bundeswehrsoldaten legten Kränze nieder. Foto: Meyer

Rotenburg. Der Platz vor dem Turm auf dem Gipfel des Alheimers wird umrundet von Gedenksteinen für die Toten der Weltkriege aus den umliegenden Dörfern. Still gelegen fernab der Fahrwege, ist das Mahnmal ein würdiger Ort um zu trauern. Am Volkstrauertag versammelten sich dort Menschen, um der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaft zu gedenken.

Über 70 Gäste, die den Fußanstieg in Kauf genommen hatten, begrüßte Elsbeth Aubel vom Alheimerverein. Vor der Rede von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der auch Vorsitzender des Kreisverbands im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist, erinnerte Karl Wessely vom Sozialverband VdK an gefallene Soldaten und Menschen, die Opfer von Vertreibung, Terrorismus, Hass und Gewalt wurden und werden. Wessely: „Wir trauern mit allen, die Leid tragen um die Toten. Aber unser Leben steht im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung.“

„Viele von uns haben Väter, Großväter und Urgroßväter, Brüder, Onkel oder andere Verwandte auf den Schlachtfeldern verloren“, sagte Dr. Karl-Ernst Schmidt. Das Gedenken gelte ihnen, aber auch denen, die Vertreibungen zum Opfer fielen, und auch den deutschen Soldaten, die in jüngster Zeit bei Auslandseinsätzen starben. „Ausdrücklich“, so Schmidt, „schließen wir auch die Opfer der anderen Nationen in unser Gedenken mit ein.“

Trauer der Angehörigen

67 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs falle insbesondere jüngeren Menschen schwer, die Bedeutung des Volkstrauerttags zu begreifen und zu teilen. „Ist der Volkstrauertag somit in naher Zukunft ein Gedenktag ohne Volk?“, fragte Schmidt. Die Trauer der Angehörigen von Kriegs- und Gewaltopfern sei unermesslich und überall in der Welt gleich. „Wir dürfen nicht müde werden, unseren Kindern und Enkelkindern zu vermitteln, wie wichtig es ist, diese Tradition des Erinnerns lebendig zu halten.“

Burkhardt Leimbach und sein Sohn Jan Hendrik aus Lispenhausen spielten „Ich hatte einen Kameraden“ auf der Trompete, und Soldaten der Alheimerkaserne legten Kränze nieder. (zmy)

Quelle: HNA

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