Wirtin Else Luckhardt betreibt vorübergehend Bistro im Seniorenzentrum

Krempe wird abgerissen

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Abbau beginnt: Daniel Rohmann nimmt das Schild der Gaststätte Krempe ab. In der nächsten Woche beginnt der Abriss des Gebäudes.

Bebra. Nach 24 Jahren hat Wirtin Else Luckhardt am Montag zum letzten Mal die Tür ihrer Gastwirtschaft Krempe abgeschlossen, die sie zu Weihnachten 1989 eröffnet hatte.

Nächste Woche beginnen die Abrissarbeiten an dem Gebäude gegenüber dem Bebraer Bahnhof. Zuvor werden die Gaststätte und die Wohnung von Luckhardt über der Kneipe ausgeräumt.

Ingesamt war Luckhardt sogar 48 Jahre in dem Gebäude: Seit 1965 betrieb sie dort die Bierstube und den Imbiss „Zur Else“. Geschlossen hat Else Luckhardt die Krempe bereits am 30. Dezember. Ob sie an diesem Tag traurig war? „Nein, es war lustig“, sagt sie. Zusammen mit den Stammgästen, dem Personal, Freunden, Bekannten und Verwandten hat sie an diesem Tag Abschied gefeiert.

Schließt zum letzten Mal ab: Wirtin Else Luckhardt.

Traurig war sie am Montagmorgen nach ihrer letzten Nacht in dem Haus, in dem sie gelebt und gearbeitet hat. Ab Dienstag wird sie vorübergehend in dem neu errichteten Seniorenzentrum gleich nebenan wohnen. Dort betreibt sie ab Februar das Bistro, bis ihre Gaststätte im Frühjahr an der Bahnhofstraße 12 wieder eröffnet. Für ihre neue Arbeit ist sie der Firma Gama, die das Seniorenzentrum betreibt, sehr dankbar.

Abgerissen werden in der nächsten Woche zuerst das Dach und das Obergeschoss mit der Wohnung Luckhardts. Dann wird der Keller aufgeschüttet, heißt es beim Bau- und Planungsamt der Stadt Bebra. Zuletzt wird das Untergeschoss dem Erdboden gleich gemacht.

Auf dem Grundstück entsteht die Außenanlage des Seniorenzentrums. Der Keller muss sicher aufgeschüttet werden, weil der Fluchtweg des Seniorenzentrums darüber führen soll. Darum muss der Platz für Rettungsfahrzeuge befahrbar sein. Bis zum 31. Januar sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein, heißt es bei der Stadt.

Danach stehen weitere Bauprojekte am Bebraer Bahnhof an. Im vergangenen Juni war bereits der Warteraum mit dem Fahrkartenschalter zurückgebaut worden, im Dezember folgte der Kiosk.

Die Treppe blieb zunächst. Jetzt wird auch sie abgerissen. Dafür entsteht eine provisorische Treppe entlang des Zollgebäudes. Vermutlich Mitte Februar wird der Zugang zum Bahnhof von der Stadtseite für einige Tage wegen der Bauarbeiten gesperrt, heißt es beim Bau- und Planungsamt. Das genaue Datum steht noch nicht fest.

Nicht nur die Krempe muss abgerissen werden. Für das neue Einkaufszentrum muss auch das Haus gegenüber der Sparkasse weichen. Wer den Auftrag bekommt, ist noch nicht klar. Die Ausschreibung läuft gerade, sagte Bebras Erster Stadtrat Albert Fernau.

Von Lara Sasse

Quelle: HNA

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