Kreissängertag: Sängerkreis Alheimer geht zuversichtlich in das Jahr

Kreissängertag: Schüler sollen singen

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Willkommensgruß: Mit dem Lied „Gott grüße Dich!“ hieß der Vereinigte Männergesangverein 1863 Obersuhl, der seit Anfang des Jahres von Andreas Bogatzki geleitet wird, die Sängerfamilie des Sängerkreises Alheim im Obersuhler Bürgerhaus willkommen.

Obersuhl . Im Rückblick mit Stolz, im Ausblick mit Optimismus hat der Sängerkreis Alheimer im Mitteldeutschen Sängerbund (MSB) seine Generalversammlung abgehalten. Zur positiven Grundstimmung trug die Wahl des Weiteröders Josef Koster zum neuen Kreis-Chorleiter bei.

Diese war kurzfristig auf die Tagesordnung des im Obersuhler Bürgerhauses abgehaltenen Kreissängertages gesetzt worden. Thorsten Berge hatte sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Erfreulicherweise fand sich mit dem 64-Jährigen, der seit Anfang des Jahres auch die Liedertafeln Bebra und Blankenheim dirigiert, ein in jeder Hinsicht erfahrener und vielfach qualifizierter neuer Mann. Freimütig bekannte er, dass er nach kurzer Bedenkzeit und Rücksprache mit der Familie „Ja!“ gesagt habe, als die Anfrage kam. Koster wurde einstimmig gewählt.

Kulturträger Nummer eins

Nicht weniger Beifall erhielt der vor fünf Monaten gewählte neue Präsident des MSB, Volker Bergmann. Er nahm in dieser Eigenschaft zum ersten Mal am Kreissängertag teil. Bergmann nannte den Gesang den Spiegel des Daseins: „Er vermag zu beseelen und zur Medizin zu werden!“ Die Sängerfamilie sei der „Kulturträger Nummer eins“, der sich der Verantwortung stellen und zur Festigung der Wertegemeinschaft beitragen müsse: „Lasst uns in bewusster Tradition einen guten Weg beschreiten, auch wenn wir noch nicht überall den richtigen gefunden haben.“

In der Schule werde der Musikunterricht vielfach vernachlässigt, sagte der MSB-Präsident und sprach sich für Veränderungen aus. Unterstützt wurde er dabei vom Ehrenvorsitzenden des Sängerkreises Alheimer, Heinrich Meier. Der 70-jährige Hönebacher sähe es gerne, dass Lehrer Schüler wieder mehr ans Singen heranführen und sich darüber hinaus wie früher als Chorleiter betätigen. Meiers Credo: „Lasst uns mit Optimismus und Fröhlichkeit den Chorgesang hegen und pflegen, damit er nicht verloren geht.“

Gelungenes kopieren

Sängerkreis-Vorsitzender Michael Werner ließ in seinem Rückblick die Glanzlichter des Sängerjahres aufleuchten, zu denen das Volksliederkonzert im Durstewitz-Saal des HKZ und das Chorkonzert im Hof des Rotenburger Schlosses gehörten.

Für die Mitglieder hatte Werner einen Rat parat: „Viele Chöre haben ein gutes Potenzial, andere sollten ganz einfach mal über den Tellerrand hinausschauen und Gelungenes kopieren.“

Von Wilfried Apel

Fotos

Kreissängertag des Sängerkreises Alheimer in Obersuhl

Quelle: HNA

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