Medizinforum am Kreiskrankenhaus mit den niedergelassenen Ärzten

Das Kreiskrankenhaus: Schwerpunkte sind unter anderm Leisten-, Nabel- und Bauchwandbrüche sowie Darmkrankheiten. Archivfoto: Schankweiler-Ziermann

Rotenburg. Mit dem Kreiskrankenhaus (KKH) in Rotenburg gibt es keine Verhandlungen wegen eines Zusammenschlusses. Das erklärte Geschäftsführer Reiner Schickling jetzt vor den niedergelassenen Ärzten beim Medizinforum im KKH in Rotenburg.

Er bezog sich dabei auf die Verhandlungen zwischen dem Klinikum Bad Hersfeld, dem Fuldaer Klinikum und dem Alsfelder Krankenhaus. Mit dem KKH wolle man die Versorgung vor Ort stärken, was nur möglich sei, „wenn wir frei entscheiden können“, sagte Schickling. „Wir kämpfen für unsere Eigenständigkeit.“

Der Geschäftsführer erläuterte die Unternehmensziele des KKH, während Verwaltungsleiter Sassan Pur über den Stand der Bauarbeiten am Haus sprach (Bericht folgt).

Der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Chirurgie, Dr. Martin Oechsner, informierte über die erfolgreiche Rezertifizierung durch das Trauma-Netzwerk (Versorgung von Unfallopfern). Einer der Schwerpunkte seien zudem die Hernien-Operationen (Leisten-, Nabel-, Bauchwandbrüche). Noch in diesem Jahr rechnet man mit der Anerkennung als Kompetenzzentrum für Hernien. Ferner sei man als „Angehörigenfreundliche Intensivstation“ anerkannt und strebe die Zertifizierung zum Darmzentrum an. Zunächst sei man Mitglied im Westdeutschen Darmzentrum, die Zertifizierung erwarte man in drei bis vier Jahren.

Chirurgen und Internisten

In Rotenburg arbeiten die Chirurgen eng mit der Inneren Medizin um Chefarzt Dr. Daniel Gleichmann zusammen (interdisziplinäre Visceralmedizin = Bauchchirurgie). Aktuell läuft zudem die Überprüfung für die Anerkennung als Akademisches Lehrkrankenhaus der Uni Marburg, erklärte Oechsner. Unter anderem wies der neue Ärztliche Direktor auch darauf hin, dass man das Hessische Hygienegesetz umsetze, Krankenhaushygieniker ist Dr. Reiner Sitzler.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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