Bürgermeister erhebt Vorwürfe gegen Landrat

Hersfeld-Rotenburg: Hochwasser an Fulda und Werra sinkt

Rotenburg / Heringen. Die Hochwasserlage im Landkreis entspannt sich langsam. Seit Montag zieht sich das Wasser an Fulda und Werra zurück.

Da kein neuer Regen angesagt ist, geht das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) davon aus, dass die Pegel weiter sinken werden.

In Rotenburg hatte das Hochwasser in der Nacht zum Montag den Höchststand von 4,47 Meter erreicht. Im Laufe des Montags ist der Pegel dann deutlich gesunken. Am Nachmittag lag er mit 4,34 Metern noch knapp über der Meldestufe zwei (4,30 Metern).

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Die Sperrungen der Fuldabrücken bei Braach und Niederellenbach müssen nach Angaben der Polizei allerdings weiterhin aufrecht erhalten werden. Auch die Baumbacher Brücke, die wegen Gleisbauarbeiten bis Dienstagmittag ohnehin gesperrt ist, kann wegen des Hochwassers noch nicht freigegeben werden. Komplett gesperrt ist wegen Windbruchs der Fernradweg R 1 zwischen Breitenbach und Rotenburg. Mehrere umgestürzte Bäume machen die Verbindung im Bereich des Mischelswegs unpassierbar.

In Bad Hersfeld war der Hochwasser-Pegel mit 4,77 Metern am Montagnachmittag erstmals seit dem Wochenende unter den Wert der Meldestufe 2 von dort 4,80 Metern gesunken.

Schwieriger war die Lage am Montag hingegen an der Werra: Bei Widdershausen war der Wasserstand seit Montagmittag zwar um 15 Zentimeter zurückgegangen. Doch im Tiefgebiet des Ortes stand das Wasser wie in einer Wanne und drückte in die Kellerräume.

Bilder des Hochwassers

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Heringens Bürgermeister Hans Ries geht davon aus, dass es noch bis zu 14 Tage dauern wird, ehe wieder Normalität eintreten wird - vorausgesetzt es setzt nicht wieder Dauerregen ein. Nicht gut zu sprechen ist Ries auf Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt. Ihn macht er für die Hochwasserlage mitverantwortlich: „Wir sind stinksauer, weil die K 4 aktuell um zwanzig Zentimeter höher ausgebaut worden ist. Jetzt läuft der Ort voll, auf der freien Fläche dagegen ist nichts“, empört sich Ries.

In Lengers sei das seinerzeit richtig gelöst worden, sagt Ries. Dort stehe jetzt zwar die Kreisstraße nach Wölfershausen komplett unter Wasser. Das sei aber weit weniger problematisch, weil ansonsten der gesamte Ort volllaufen würde. (rey/mcj/pgo)

Quelle: HNA

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