Zwölf Jahre Hilfe für krebskranke Kinder:

Ziel erreicht: Förderverein Patricia Popa löst sich auf

Großer Dank an den Förderverein und Dr. Jürgen Schweiger: Viele Kinder hätten ohne deren Einsatz wohl nicht überlebt. Foto: nh

Rotenburg. Über zwölf Jahre hat Rotenburger Förderverein Patricia Popa die Kinderkrebsklinik im rumänischen Temesvar mit medizinischem Gerät, Medikamenten und fachlicher Begleitung unterstützt. Viele an Krebs erkrankte Kinder verdanken dem Verein Hilfe, die ihr junges Leben gerettet hat. Nun löst sich der Verein auf.

Motor des Vereins waren Dr. Jürgen Schweiger und seine Frau Brigitte. Er ist vor Kurzem selbst einer Krebserkrankung erlegen.

Volker Damm vom Vorstand teilte mit, dass die Jahreshauptversammlung folgendes einstimmig beschlossen habe: „Der Vereinszweck der Förderung der Universitätsklinik Louis Turcanu in Temesvar ist verwirklicht. Die Unterstützung der Klinik durch den Verein, insbesondere durch das außerordentliche Engagement von Dr. Jürgen Schweiger und seiner Ehefrau, hat dort zu entscheidenden Erfolgen geführt. Durch diese Hilfsmaßnahmen ist die Fortführung einer adäquaten Diagnostik und Therapie der schwer erkrankten Patienten in Eigenständigkeit der Klinik ermöglicht.“

Hilfe zur Selbsthilfe war immer das Motto Schweigers gewesen, der auf der Jahreshauptversammlung im Juni selbst die Beendigung der Tätigkeit des Vereins vorgeschlagen hatte, teilt Volker Damm mit. Der Förderverein Patricia Popa sei zum Ablauf des vergangenen Monats aufgelöst worden.

Erlag im November im Alter von 76 Jahren einer Krebserkrankung: Jürgen Schweiger.

Der Förderverein hat in mehr als zwölf Jahren die rumänische Kinderklinik mit Sachwerten in Höhe von etwa einer Million Euro unterstützen können, vorwiegend durch Medikamente, die dort nicht erhältlich oder finanzierbar waren, aber auch mit medizinischem Gerät, das zur Grundversorgung der kleinen Patienten und zur Spezialisierung der Diagnostik und den Ausbau der Transplantationsmöglichkeiten benötigt wurde. Darüber hinaus sei durch Jürgen Schweiger, ehemaliger Chefarzt am Kreiskrankenhaus Rotenburg, unschätzbare Hilfe in Form von fachlich-sachlicher Beratung, Organisationshilfe, Unterstützung beim Ausbau internationaler Verbindungen und anderes mehr geleistet worden.

20 Besuche in Rumänien

Erst im Mai hatten sich Jürgen und Brigitte Schweiger bei einem letzten 20. Besuch im 1500 Kilometer entfernten Temesvar von den Kindern und dem Ärzteteam der Klinik verabschiedet. „Es war ein Abschied mit vielen Tränen auf beiden Seiten“, berichtet Volker Damm.

Der Förderverein danke nochmals allen Sponsoren, Spendern und vielfältig aktiv Beitragenden für die großartige Unterstützung.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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