Hommage an die Literatin Mascha Kaléko am Samstagabend im Kloster Cornberg

Mit der Kraft des Wortes

Sie sprechen von mir nur leise: Schauspielerin Paula Quast trägt Werke von Mascha Kaléko auf der Kulturbühne vor. Foto: nh

Cornberg. Eine lyrisch-musikalische Hommage an die Literatin Mascha Kaléko erleben die Zuschauer am Samstag, 9. März, im Kloster Cornberg. Ab 20 Uhr präsentiert dort Schauspielerin Paula Quast auf der Kulturbühne ihre Inszenierung „... sie sprechen von mir nur leise“.

Das Programm ist eine Veranstaltung des Kulturvereins Kloster Cornberg. Mascha Kaléko (1907 bis 1975) wurde die Schwester Tucholskys genannt und mit Christian Morgenstern, Erich Kästner oder Joachim Ringelnatz verglichen. In Galizien als Tochter jüdischer Eltern geboren, eroberte sich die junge Mascha mit Charme, Humor und sozialer Kritik im Berlin der Weimarer Republik die Herzen der Großstädter, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.

Hunderttausendfach verkauft

Kaléko ist 22 Jahre alt, als sie ihre ersten Gedichte veröffentlicht. Ihr 1933 erschienenes „Lyrisches Stenogrammheft“ wurde hunderttausendfach verkauft und ist bis heute im Handel beliebt.

Kalékos Verse versteht jeder, weil sie von Dingen handeln, die alle erleben: von Liebe, Abschied und Einsamkeit, von finanziellen Nöten, von Sehnsucht und von Traurigkeit, heißt es weiter. Mit dieser Gebrauchslyrik im besten Sinne sei sie berühmt geworden und auch heute, über hundert Jahre nach ihrer Geburt, werde ihre Fangemeinde immer größer. Ihre Poesie – stets von einer Prise Ironie begleitet – lasse keinerlei Sentimentalität aufkommen. Diese eigentümliche Mischung aus Melancholie und Witz, steter Aktualität und politischer Schärfe sei es, die Mascha Kalékos Lyrik so unwiderstehlich und zeitlos mache. 1938 emigrierte sie in die USA, von wo sie 1966 nach Israel übersiedelte. Mascha Kaléko starb am 21. Januar 1975 in Zürich.

Melancholie wird hörbar

Die Schauspielerin Paula Quast und der Musiker Henry Altmann haben mit „... sie sprechen von mir nur leise“ eine lyrisch-musikalische Hommage an die Literatin inszeniert. Paula Quast spricht die Werke von Mascha Kaléko im Vertrauen auf die Kraft des einzelnen Wortes, teilen die Veranstalter mit. Der Kontrabassist Henry Altmann lasse mit seinen Kompositionen die Melancholie hörbar werden, welche die Werke umgebe.

Seit 1996 ein Erlebnis

Diese Inszenierung ist laut Pressemitteilung ein einzigartiges Erlebnis, das seit 1996 im In- und Ausland ein begeistertes Publikum finde. (pgo)

Kartenreservierung ist unter der Telefonnummer 0 56 50/ 96 97 15 bei Regina Panitz-Itter möglich. Der Eintritt beträgt für Erwachsene zehn Euro, für Schüler und Studenten acht Euro.

Quelle: HNA

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