Auf dem Dach des Rotenburger Bürgerzentrums wird jetzt Strom erzeugt

Mit der Kraft der Sonne

Sie kletterten gemeinsam aufs Dach des Bürgerzentrums, um die neueste Anlage der Genossenschaft Genoscolar in Augenschein zu nehmen: von links Vorstandsmitglied Dr. Christof Münscher, Willi Gerlach vom Magistrat der Stadt Rotenburg, erste Stadträtin Ursula Ender, Bürgermeister Christian Grunwald und Vorstandsmitglied Andreas Grunwald. Foto: Meyer

Rotenburg. Vertreter der Rotenburger Energiegenossenschaft Genoscolar und der Stadt Rotenburg haben gemeinsam die jüngste Fotovoltaikanlage der Genossenschaft auf dem Dach des Bürgerzentrums am Rotenburger Bahnhof eingeweiht. Es ist die sechste Anlage dieser Art, die die 2011 gegründete Genossenschaft in Betrieb nimmt.

Sie umfasst 74 Module, die mit Metallgerüsten auf das Flachdach aufgeständert sind. Die Anlage kann eine Spitzenleistung von 18 000 Kilowatt erbringen und soll pro Jahr 15 000 Kilowattstunden Strom erzeugen. Erste Messwerte hätten gezeigt, dass die Anlage auf dem Bürgerzentrum aufgrund der Ausrichtung der Module die leistungsfähigste aller Genoscolar-Anlagen sei, sagte Dr. Christof Münscher vom Vorstand der Genoscolar.

Zunächst gab es Bedenken

Weitere Anlagen befinden sich zum Beispiel auf dem Dach der Förderstufe und auf einem Gebäude der beruflichen Schulen in Bebra. Gegen die Anlage gab es zunächst Bedenken, da sich das Gebäude im Häuser-Ensemble der denkmalgeschützten Rotenburger Innenstadt befindet. Die Tatsache, dass die Module so angebracht werden konnten, dass sie vom Boden aus nicht sichtbar sind, überzeugte jedoch sowohl die städtischen Gremien als auch die untere Denkmalschutzbehörde.

Den Strom speist die Genoscolar ins öffentliche Netz ein. Künftig soll ein Teil des Energiebedarfs des Bürgerzentrums und der Mieter des Bahnhofsgebäudes aus dem Ertrag der Anlage gedeckt werden.

Bürgermeister Christian Grunwald und die Genoscolar sicherten zu, bald eine entsprechende Einigung zu treffen. Das Bahnhofsgebäude gehört der Stadt und wird momentan saniert.

Die Kosten der Anlage beliefen sich auf rund 70 000 Euro. Für die Nutzung des Dachs zahlt die Genoscolar der Stadt eine Pachtgebühr.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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