Konfirmation ist nach wie vor beliebtes Fest

Hersfeld-Rotenburg. Die Konfirmation gilt nach wie vor als beliebteste kirchliche Feier: Etwa 95 Prozent der getauften Jugendlichen in den Kirchenkreisen Hersfeld und Rotenburg lassen sich konfirmieren. Damit liegen die Kirchenkreise im Trend der Landeskirche.

Nach Angaben von Bischof Martin Hein werden 94 Prozent der Jugendlichen konfirmiert.

Die Landessynode hatte bei ihrer Frühjahrstagung Ende März in Hofgeismar neue Leitlinien zur Konfirmandenarbeit verabschiedet.

Die absoluten Zahlen bei den Konfirmanden gehen kontinuierlich zurück. Im Kirchenkreis Rotenburg zum Beispiel wurden 2003 427 Jugendliche konfirmiert. 2013 waren es noch 301, berichtete der für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Pfarrer Janozs König. Im Kirchenkreis Hersfeld ist die Entwicklung ähnlich. Hier sank die Zahl von 546 in 2003 auf 464 im Jahr 2013. Die Zahlen nannte Pfarrer Holger Grewe, ebenfalls für Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Der Rückgang ist auf die stetig schrumpfende Zahl von Geburten im Kreis Hersfeld-Rotenburg zurückzuführen - also auf den viel zitierten demografischen Wandel.

Und woher rührt die Beliebtheit der Konfirmation? Dekanin Gisela Strohriegl sagt: „Die Konfirmation ist ein besonderer Tag für die Jugendlichen, an dem sie im Mittelpunkt stehen.“ Der feierliche Rahmen und der spezielle Tag für die ganze Familie spielten eine Rolle dabei. Die Dekanin ist sich sicher, dass die Aussicht auf üppige Geschenke nicht der Grund für Jugendliche ist, sich konfirmieren zu lassen. „Das Wichtigste ist der Segen. Den wünschen sie sich für ihren weiteren Lebensweg.“

Dass sich die Jugendlichen über die Geschenke freuten, sei ganz normal und völlig in Ordnung. „Aber dafür allein gehen die nicht über ein Jahr in den Konfirmandenunterricht“, ist die Dekanin sicher.

Von Silke Schäfer-Marg 

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Quelle: HNA

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