Komplett energetisch saniert

+
So sieht das Haus heute aus: Es fügt sich harmonisch in das Marktplatzambiente ein.

Nentershausen. Das ehemals dem Verfall preisgegebene Haus am Marktplatz 8 wurde vom neuen Eigentümer und Architekten Marc von Baumbach instandgesetzt.

So fügt es sich heute harmonisch in das Marktplatzambiente ein. Der denkmalschutzbegeisterte Architekt arbeitet bereits seit vielen Jahren an der Erhaltung der Tannenburg mit. Die Begeisterung für den Denkmalschutz war auch mit ein Grund, dieses Haus zu kaufen. Der ältere Teil des nun neu geschaffenen Gebäudes stammt vermutlich aus der Zeit um 1800, genaueren Aufschluss soll eine Laboruntersuchung der alten Hölzer ergeben.Es wurde wohl schon immer ein Ladengeschäft, zuletzt ein Edeka-Markt, in diesem Gebäude betrieben. Leider gibt es zur Historie keinerlei Unterlagen.

Entstanden ist ein Wohn- und Geschäftshaus im historischen Gewand mit modernem Inneren: Auf rund 310 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche sind heute zwei Wohnungen, eine Rechtsanwaltskanzlei, eine podologische Praxis und das Architektenbüro untergebracht.

Als Nentershäuser Einwohner hat sich Marco von Baumbach bereits seit längerem für die Sanierung dieses Hauses am Marktplatz interessiert. Als klar war, dass es über den „Zweckverband Interkommunale Zusammenarbeit Sontra-Herleshausen-Nentershausen“ (InKomZ) auch Fördermittel aus dem Landeshaushalt für die Instandsetzung geben wird, hat er dieses Haus gekauft, um seinen Beitrag zu einem schöneren Marktplatz zu leisten. Das so das beinahe schon aufgegebene Haus doch noch gerettet wurde, hat natürlich auch die Denkmalschutzbeauftragten begeistert.

Download

PDF der Sonderseite Geschäftshaus am Marktplatz

Die umfangreichen Arbeiten zur Fachwerksanierung, am Dachtragwerk und der Holzfassade erfolgten durch Zimmermann Sebastian Laudemann aus Nentershausen. Da der Bauherr selbst auch gelernter Tischler ist, konnte er in zahlreichen Stunden mit Hand anlegen.

Marc von Baumbach ist in einem großen Umkreis rund um Nentershausen einer der wenigen „Energie-Effizienz-Experten für Baudenkmale“ aus der Liste zur Inanspruchnahme von Fördergeldern der KFW für energetische Sanierung von Fachwerkhäusern.

Daher versteht es sich, dass das Haus auch auf den neuesten energetischen Stand gebracht wurde. Das Fachwerk erhieltbeispielsweise eine Innendämmung aus Holzfaserplatten und auf der obersten Geschossdecke wurden 30cm Zellulose aufgeblasen. Verwendet wurden vorwiegend ökologische Baustoffe, wie Lehm- und Kalkputz, Leinöl- und Lehmfarben. Beheizt wird das Gebäude von nun an mit Holzpellets. So hat sich der Architekt sein eigenes Referenzobjekt erstellt, in dem nun auch sein Architektenbüro zu Hause ist. (ysc)

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.