Bad Hersfeld und Rotenburg bei Digitalisierung Vorreiter

Kommunen im Landkreis kämpfen gegen die Papierflut

Hersfeld-Rotenburg. Auf dem Weg zu einer vollständigen Digitalisierung ihrer Rechnungsprozesse zählen die Städte Bad Hersfeld und Rotenburg im Landkreis zu den Vorreitern.

Die Kreisstadt arbeitet hier seit neuestem mit dem privaten Anbieter „crossinx“ zusammen, während die Nachbarstadt ihre Abläufe schon seit 2012 mit Hilfe von ekom 21 des Kommunalen Gebietsrechenzentrums in Kassel optimiert.

Der Kampf gegen die Papierflut – allein in Bad Hersfeld empfängt die Stadtverwaltung jährlich bis zu 14 000 Rechnungen – erfolgt sowohl aus Überzeugung wie auch aus gesetzlichen Gründen: Bis 2018 ist die Umstellung auf kommunaler Ebene Pflicht.

„Das Einsparpotenzial ist enorm: Die Bearbeitungszeit für jede einzelne Rechnung hat sich halbiert,“ sagt Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling. Und sein Rotenburger Kollege Christian Grunwald ergänzt: „Über die Arbeitszeit wird auch Geld gespart“.

Maik Rehn, Kämmerer in Bebra, erhofft sich ebenfalls mehr Effizienz, wenn Mitte des Jahres neue Software installiert und spätestens Anfang 2017 mit der Umstellung auf die Digitalisierung begonnen wird.

Christian Grunwald ist überzeugt: „Ich kann das nur jedem empfehlen, es gehört zu einer modernen Verwaltung.“ Grunwald schätzt zudem die verbesserte Kostenkontrolle, weil jeder Fachbereichsleiter Einblick hat.

Auch wenn die Arbeitsabläufe beim Landkreis Hersfeld-Rotenburg nicht mit denen einer Stadt- oder Gemeindeverwaltung vergleichbar sind, sieht man durchaus die Chancen und Möglichkeiten von digitalisierten Prozessen. Eine generelle Digitalisierung der Rechnungsprozesse sei zwar derzeit nicht angedacht, erklärte Pressesprecher Dirk Herrmann, eine stärkere Unterstützung durch elektronische Speichermöglichkeiten sei jedoch beabsichtigt.

Quelle: HNA

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