Stadt Heringen und Abwasserbetrieb der Stadt Bebra kooperieren bei Ausbildung

Kommunen arbeiten zusammen

Madeline Schneider wird als Fachkraft für Abwassertechnik ausgebildet. Foto: Peukert

Bebra. Die Kommunen Heringen und Bebra arbeiten seit Anfang August im Rahmen einer Ausbildungsstelle interkommunal zusammen. Madeline Schneider hat sich für die Ausbildung zur Fachkraft für Abwassertechnik entschieden und am 1. August ihre Lehre begonnen, die in dieser Form bisher einmalig ist. Die Stadt Heringen übernimmt dabei die Organisation der Ausbildung. Bei der Kläranlage Bebra absolviert die 21-jährige Schneider den praktischen Teil ihrer Lehre.

„Diese Verbundsausbildung setzt ein Zeichen für die interkommunale Zusammenarbeit“, meint Heringens Bürgermeister Hans Ries. Bei einem Praktikum hat Schneider gemerkt, dass ihr das Arbeiten in der Kläranlage Spaß macht. „Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich. Ich arbeite viel draußen und kann auch anpacken. Ein Büro-Job wäre nichts für mich“, erklärt die 21-Jährige.

Bereits während des Abiturs hat Schneider einen Teil der Ausbildung zur Chemisch-Technischen Assistentin (CTA) absolviert. Möglich macht dies eine Kooperation der Werratalschule mit dem Unternehmen K+S. Drei Jahre lang standen für sie und sieben weitere Schüler jede Woche einige Stunden Ausbildung auf dem Lehrplan. Nach dem Abitur folgte ein letztes Ausbildungsjahr im Unternehmen. Durch ihre bereits absolvierte CTA-Ausbildung kann sie ihre Lehre zur Fachkraft für Abwassertechnik verkürzen und startet nun direkt ins zweite Ausbildungsjahr.

Umweltschutz ist Thema

In den kommenden zwei Jahren wird Schneider unter anderem in den Bereichen Betriebs-, Elektro- und Messregeltechnik ausgebildet. Auch das Thema Umweltschutz ist ein großer Bestandteil der Lehre. Ob es auch in Zukunft diese Verbundsausbildung zwischen Heringen und Bebra geben wird, ist derzeit noch unklar.

Von Sindy Peukert

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