Den Knochen auf der Spur in Melanie Lahmers neuem Krimi

Ihr erster Krimi „Knochenfinder“ kommt Samstag auf den Markt: Autorin Melanie Lahmer ist in Bebra aufgewachsen. 

Bebra. Es ist der Albtraum jedes Schatzsuchers: Beim Geocaching, einer modernen Form der Schnitzeljagd, findet eine Familie in einem der Verstecke einen abgetrennten Finger. Mit diesem Schreckensszenario beginnt der Krimi-Roman „Knochenfinder“, der ab Samstag auf dem Markt ist.

Geschrieben hat das im Bastei Lübbe Verlag erschienene Buch die 37-jährige Autorin Melanie Lahmer, die in Bebra aufgewachsen ist. „Ich gehe seit Jahren selbst Cachen. Wenn man von Hundebesitzern hört, was die so alles im Wald finden, lag die Handlung nahe“, erzählt Lahmer. Handlung und Figuren des Romans sind fiktiv. Die Schauplätze hat Lahmer rund um ihre heutige Heimat Siegen angesiedelt. Auch eine Parallele zwischen Romanifigur Kommissarin Natascha Krüger und der Autorin gibt es: Beide sind synästhetisch veranlagt, verknüpfen also Worte und Sachverhalte mit Farben.

„Knochenfinder“ ist Melanie Lahmers erster „richtig großer Roman“. Vorher hatte sie jedoch schon mehrere Kurzkrimis geschrieben. Dabei sei aber vieles vorgegeben gewesen. „Jetzt war ich völlig frei“, erzählt Melanie Lahmer. „Ich mag Rätsel. Und geschrieben habe ich schon immer gerne. Da bieten sich Krimis an“, sagt die Autorin.

Für ihren Krimi war Melanie Lahmer von der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen mit einem Literaturstipendium im Künstlerdorf Schöppingen ausgezeichnet worden. Diese Referenz habe ihr auch bei der Suche nach einem Verlag geholfen. „Ich habe mich zuerst bei den richtig Großen beworben und hätte mich ansonsten langsam nach unten gearbeitet“, sagt Melanie Lahmer.

Ihre Heimatstadt Bebra hat Melanie Lahmer nach dem Abitur zum Studium verlassen. „In Bebra kannte jeder jeden. Es war fällig, dass ich mal rauskam.“ Mittlerweile wohnt Melanie Lahmer mit ihrer Familie in einem Dorf mit 800 Einwohnern in der Nähe von Siegen. „Ich brauche eine größere Stadt in der Nähe, da hat man mehr Möglichkeiten“, sagt die Autorin. In Bebra wohnen noch Melanie Lahmers Eltern, auch einige ehemalige Klassenkameraden sind noch dort. „Ich bin oft und gerne zu Besuch in Bebra“ , sagt die Autorin.

Die studierte Sozialpädagogin hat mittlerweile das Schreiben zu ihrem Beruf gemacht. Zurzeit arbeitet die 37-Jährige an ihrem nächsten Projekt. Allzu viel möchte Melanie Lahmer noch nicht verraten. „Der Verlag plant, die Reihe mit dem gleichen Ermittlerteam fortzusetzen“, gibt sie aber schon preis.(jce)

Melanie Lahmer: Knochenfinder. Bastei Lübbe Verlag, 463 Seiten, 8,99 Euro, ISBN: 978-3-404-16669-5

Quelle: HNA

Kommentare