Knie-Patienten erhalten in Hersfeld-Rotenburg öfter neues Gelenk

Hersfeld-Rotenburg. Patienten mit Knieproblemen aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg erhalten deutlich häufiger ein künstliches Gelenk als Menschen aus anderen Regionen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung.

Demnach werden in Hersfeld-Rotenburg jährlich pro 100 000 Einwohner bei Operationen 209 künstliche Kniegelenke eingesetzt. Das ist bundesweit der zweite Platz. Die Quote ist nur noch im mittelfränkischen Kreis Neustadt a. d. Aisch höher (214). Damit liegt Waldhessen deutlich über dem Bundesschnitt von 130 Kniegelenken pro 100.000 Einwohner.

„Es ist offensichtlich, dass nicht-medizinische Faktoren die Versorgung beeinflussen“, sagt der Gesundheitsexperte der Bertelsmann-Stiftung, Stefan Etgeton. So werde in wohlhabenden Gegenden häufiger am Knie operiert, obwohl die Menschen dort seltener an Arthrose leiden.

 Die wenigsten Kniegelenke pro Einwohner werden in Frankfurt / Oder eingesetzt (73). Auch in der Mainmetropole Frankfurt werden deutlich weniger Prothesen verordnet (87) als in Waldhessen. (mcj)

Quelle: HNA

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