Gespräche sollen in den kommenden Wochen abgeschlossen werden

Klinikverkauf: HKZ verhandelt nur noch mit einem Käufer

Steht zum Verkauf: das Herz- und Kreislaufzentrum auf dem Rotenburger Hausberg.

Rotenburg. Der Verkauf des Herz- und Kreislaufzentrums Rotenburg (HKZ) dauert länger als erwartet. Seit Anfang August verhandelt die Spezialklinik nur noch mit einem Interessenten.

Der Verkauf soll nun bis Ende September abgeschlossen sein. Das erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Klufmöller auf Anfrage unserer Zeitung. Mit wem diese exklusiven Gespräche geführt werden, wollte er nicht sagen. Zwischen den Verhandlungspartnern sei Stillschweigen vereinbart. Es handele sich aber um einen Investor aus der Gesundheitsbranche.

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Darauf, dass es sich um einen Klinikkonzern handeln könnte, weist auch der Umstand hin, dass für die Übernahme die Zustimmung der Wettbewerbshüter eingeholt werden muss. Außerdem sollen bis Ende September die Gesellschafter zustimmen. An der HKZ-Muttergesellschaft Pergola GmbH & Co. KG, die ebenso wie die Klinik-Betriebsgesellschaft zum Verkauf steht, sind etwa 800 Kommanditisten beteiligt.

Klufmöller ist zuversichtlich, dass die Verhandlungen in den kommenden Wochen erfolgreich abgeschlossen werden und positiv für die Klinik sein werden. „Der Investor hat ein großes Interesse an unserem Haus und will das HKZ weiterentwickeln“, sagte Klufmöller. Der Aufsichtsrat hat als Eckpunkte der Verhandlungen eine Beschäftigungsgarantie für die HKZ-Mitarbeiter bis 2018 gefordert sowie die Zusage, dass der Käufer einen höheren zweistelligen Millionenbetrag in die Infrastruktur des Hauses investiert.

Ursprünglich sollte der Verkauf bereits bis August abgeschlossen sein. Das mehrstufige Bieterverfahren, in dem die Interessenten die wirtschaftlichen Daten und die Bausubstanz des HKZ genau überprüfen durften, hat sich länger hingezogen. In der Belegschaft sorgt die Verzögerung für Verunsicherung, heißt es vonseiten des Betriebsrats.

Der HKZ-Aufsichtsrat hat von den Kaufinteressenten nicht nur eine Beschäftigungsgarantie und eine Investitionszusage verlangt. Zusätzlich müssen noch die verbliebenen Schulden aus der Insolvenz im Jahr 2001 bedient werden. Auch die rund 800 Kommanditisten der Muttergesellschaft Pergola dürften darauf hoffen, dass vom Kaufpreis etwas für sie abfällt. Daran dürfte das gemeinsame Übernahmeangebot von Landkreis und Kreiskrankenhaus Rotenburg gescheitert sein. Die Bietergemeinschaft ist Ende Juni aus dem Rennen um das HKZ ausgeschieden.

Warum der Kreis trotzdem noch ein Mitspracherecht beim Verkauf hat, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Rotenburg-Bebra.

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