Bericht zu Aktivitäten – Gemeinde senkt Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß

Klima: Alheim macht Ernst

Klimaschutz: Die Gemeinde Alheim – hier der Ortsteil Heinebach – ist schon mehrfach für ihr Engagement in Sachen Klimaschutz und erneuerbare Energien ausgezeichnet worden. Archivfoto:  Janz

Alheim. Nicht nur reden, sondern handeln: Das ist das Motto in Alheim, wenn es Klimaschutz, also regionale Energieerzeugung, -einsparung und die CO2-Bilanz geht. Schon ein Viertel des Stromverbrauchs in Alheim wird durch regional erzeugten Strom gedeckt.

Das geht aus einem Werk mit vielen Zahlen und Grafiken hervor, in dem die Gemeinde ihre eigene Entwicklung zur klimagerechten und energieeffizienten Kommune dokumentiert. Dort ist auch nachzulesen, dass der CO2-Ausstoß vermindert wurde: 2006 wurden durch erneuerbare Energien nur knapp 1000 Tonnen CO2 eingespart, im vergangenen Jahr waren es fast 5800 Tonnen CO2.

Die Klimaschutzaktivitäten waren auch Thema während der jüngsten Alheimer Parlamentssitzung. Man sei sich einig in Alheim, „dass es Zeit ist, zu handeln“, betonte der Vorsitzende Marc Heinzerling. So werde sich die Gemeinde um die energetische Sanierung der öffentlichen Gebäude bemühen. Daraus ergebe sich für Alheim ein konkreter Nutzen.

Bisherige Zielsetzung ist es, bis 2015 80 Prozent der Energie, die in den Haushalten von Alheim verbraucht wird, aus erneuerbaren Energien im Gemeindegebiet zu erzeugen. Bis 2030 soll Alheim so weit wie möglich energieautark sein.

Die Gemeinde hat schon in den vergangenen Jahren einiges umgesetzt. So wurde das Bürgerhaus Baumbach energetisch saniert, ebenso das Bürgerhaus Heinebach. Neue Fenster bekam die Kinderkrippe Heinebach, außerdem wurden der Dorfladen Oberellenbach, das DGH in Sterkelshausen und das Schullandheim Licherode komplett mit LED-Lampen ausgestattet.

Als Dienstfahrzeug will die Gemeinde Alheim in Kürze ein E-Mobil anschaffen. Damit will man Betriebs- und Unterhaltskosten sparen, denn 100 Kilometer kosten mit einem E-Mobil nur 1,45 Euro, so geht aus dem Sachstandsbericht der Klimaschutzaktivitäten hervor, den die Gemeindevertreter einstimmig zur Kenntnis nahmen. Das Elektroauto hat noch weitere Vorteile: Es kostet weniger Steuern und Versicherung, erzeugt keine Abgase und ist kaum zu hören. Außerdem ist es auch weniger wartungsintensiv als ein Wagen mit Verbrennungsmotor.

Zur Erreichung der Ziele soll im Alheimer Haushalt weiterhin Geld für den Klimaschutz eingeplant werden.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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