Gilfershäuser Kinderchor führte zum 20-jährigen Bestehen ein Musical auf

Kleiner Junge, großer Eisbär

Gemein: Die Schulkinder beschimpfen den kleinen Lukas (Mica Röhn, links). Im Hintergrund sitzen lebende Bäume aus dem Stadtpark. Foto:  Meyer

Gilfershausen / Solz. Das Theater-Ensemble war riesig, das Interesse des Publikums nicht minder groß: Fast voll besetzt war die Solzer Kirche, als die 23 Kinder des Gilfershäuser Kinderchors ihr kurzes, aber mit Kulisse, Kostümen und Tanz-Choreografien aufwendig gestaltetes Musical aufführten. Mit der Aufführung von „Der kleine Eisbär ist weg!“ hat der Chor sein 20-jähriges Bestehen gefeiert.

Die Geschichte: Das arme Schulkind Lukas wird von den Mitschülern gehänselt. Eisbär Kurt, ebenfalls traurig, bricht aus dem Zoo aus. In der Stadt begegnen sich Kind und Bär und tun sich zusammen. Der gemeine Klaus bekommt einen gehörigen Schrecken eingejagt, und die anderen Kinder dürfen dem Bären das Fell streicheln. Lukas gehört wieder dazu.

Aufwendiges Bühnenbild

Trotz der einschüchternden Kulisse eines großen Publikums führten die Kinder, alle im Alter zwischen vier und neun Jahren, tapfer ihr Stück auf, sangen zu Hip-Hop-Musik aus den Lautsprechern die Reime, die die Geschichte erzählen. Mit viel Liebe hatten Eltern das Bühnenbild gestaltet mit einem Bärenkäfig, hübschen Häusern aus Pappe und einem imposanten Zootor.

Nicht weniger aufwendig waren die Kostüme: So hatten sich zum Beispiel viele Kinder in grüne Stadtwaldbäume mit buntem Herbstlaub verwandelt. Die Aufführung zeigte, dass Kinder, Eltern, Helfer und Chorleiterin Jessica Röhn viele Arbeitsstunden in die Einstudierung des Stückes gesteckt haben.

Hans-Joachim Hartig, Vorsitzender des Gesangvereins Liedertafel 1887, war sichtlich stolz auf die erfolgreiche Arbeit des Kinderchors, der sich seit einiger Zeit „Gilfpeppers“ nennt. Der Chor habe eine zwischenzeitliche Durststrecke gut überstanden, in der nur wenige Kinder zum Proben gekommen sind. Nun läuft es wieder besser.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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