Schornsteinfeger setzen sich für Klimaschutz ein – auch Ausgleich für Autofahrten

Kleiner Baum, große Ziele

Symbol für den Umweltschutz: Ein Baum wurde am Tag der Nachhaltigkeit in Hessen auf dem Gelände der Schornsteinfegerschule in Bebra von Landesinnungsmeister Hans-Werner Schech, rechts, und seinem Stellvertreter Axel Scharr zusammen mit den Gästen und den Bezirksschornsteinfegermeistern des Kreises gepflanzt. Foto: Vöckel

BEBRA. Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks hat sich am Tag der Nachhaltigkeit in Hessen beteiligt. Landesinnungsmeister Hans-Werner Schech und sein Stellvertreter Axel Scharr pflanzten einen Baum auf dem Gelände der Schornsteinfegerschule in Bebra. Ihre Helfer waren Bebras Bürgermeister Horst Groß, die Erste Stadträtin Ursula Ender aus Rotenburg und Schulleiter Wolfgang Haas von den Beruflichen Schulen in Bebra. Unterstützt wurden sie von den Bezirksschornsteinfegermeistern des Kreises.

Mit der Aktion machte der Landesinnungsverband auf die vielen Aktivitäten der Schornsteinfeger rund um den Klima- und Umweltschutz aufmerksam. „Wir nutzen diesen Tag, um auf die verschiedenen Klimaschutzprojekte des Schornsteinfegerhandwerks hinzuweisen“, sagte der stellvertretende Landesinnungsmeister Axel Scharr. Der Baum in Bebra stehe vor allem symbolisch für das Engagement beim Wiederaufforsten von Mischwäldern in Panama, Bolivien und Äthiopien.

Heizung in der Schule

Vorgestellt wurde ferner ein Projekt für vorbildlichen Klimaschutz und Energieeinsparung beim Landesinnungsverband in Bebra: die mit technisch ausgereiften Dämmsystemen energetisch sanierte Landesfachschule. Der Wärmebedarf sei durch die Modernisierung um 40 Prozent gesenkt worden. „Besonders stolz sind wir auf unsere Heizung im Schulgebäude. Das ist ein Blockheizkraftwerk, das den Strom und die Wärme zum Heizen sämtlicher Gebäude auf dem Innungsgelände produziert“, erläuterte Scharr die Funktionsweise und den Nutzen der Anlage.

Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt stellte Landesinnungsmeister Hans-Werner Schech vor: Die Reduzierung von Kohlenstoffdioxid (CO²) durch klimaneutrale Dienstfahrten, angeregt und unterstützt vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Wie Schech betonte, sei auf der Basis statistischer Erhebungen des Bundesverbandes der durchschnittliche jährliche CO²-Ausstoß eines Schornsteinfeger-Pkws berechnet worden. Die entstehenden, nicht weiter reduzierbaren Emissionen würden durch anerkannte und zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

In Panama und Bolivien

Der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks investiere zum Beispiel in das Wiederaufforsten ökologisch bewirtschafteter Mischwälder in Panama, Äthiopien und Bolivien, deren Bäume beim Wachsen CO² binden würden. In diesem Zusammenhang müsse man auch die Baumpflanzaktion in Bebra sehen. „Sie unterstreicht unser Engagement im Umwelt- und Klimaschutz“, sagte der Landesinnungsmeister. (zvk)

Quelle: HNA

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