Neuer Recyclinghof in Bebra fordert bei größeren Anlieferungen von Sperrmüll Gebühren

Nur kleine Mengen kosten nichts

MZV-Geschäftsführer Bernhard Skolik. Foto: Steinbach

bebra. Wer größere Mengen Sperrmüll zum neuen Recyclinghof in Bebra bringt, der muss für die Entsorgung zahlen. So erging es auch Thomas Grau aus Rotenburg, der einen Pkw-Anhänger mit Sperrmüll und anderem beladen hatte, dies auf dem Wertstoffhof abgeben wollte und dafür zur Kasse gebeten wurde (siehe Leserbrief).

Kostenlos angenommen werden nur Kleinmengen, erklärt der Geschäftsführer des Müllabhol-Zweckverband es Rotenburg (MZV), Bernhard Skolik. Faustregel: Was in einen Autokofferraum passt, darf kostenlos abgegeben werden. Offiziell liegt die Grenze bei 375 Litern, sagt Skolik. Das ist eine Menge, die dem Inhalt von drei kleinen 120-Liter-Restmülltonnen entspricht. Bei Grünabfällen liegt die Grenze bei 150 Litern. Bis zu diesem Volumen ist die Abgabe gebührenfrei, wer mehr Grünschnitt mitbringt, muss dafür zahlen.

Gar nicht angenommen werden alte Kühlschränke. „Dafür haben wir keine Genehmigung“, sagt Skolik. Wegen des in Kühlgeräten enthaltenen, umweltgefährlichen Kühlmittels gelten für die Entsorgung von Kühlschränken besondere Bedingungen.

Die große Mehrzahl der Bürger, die den Recyclinghof nutzen würden, halte sich an die Regel mit den Kleinmengen, berichtet der Geschäftsführer. Es gebe nur Einzelfälle, in denen Anlieferer versuchen würden, größere Mengen billig loszuwerden. Das sei aber nicht zulässig, weil letztlich alle Haushalte, die an den MZV angeschlossen seien, dafür mitbezahlen müssten. Wer große Mengen Abfälle produziere, müsse dafür auch zur Kasse gebeten werden.

Bei größeren Mengen Sperrmüll rät Skolik, den Abhol-Service in Anspruch zu nehmen, der 30 Euro für annähernd einen Kubikmeter koste. Dieser Service werde gern genutzt, weil er für Bürger einfach und bequem sei.

Am Samstag, 18. August, will der Zweckverband den neu eröffneten Recyclinghof auf dem MZV-Betriebsgelände an der Philipp-Reis-Straße 12 im Gewerbegebiet zwischen Rotenburg-Lispenhausen und Bebra bei einem Tag der offenen Tür vorstellen. In der Zeit zwischen 13 und 17 Uhr kann sich jeder über den Wertstoffhof informieren und bekommt alle Fragen beantwortet. (ach)

Quelle: HNA

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