Kita Solz: Stadt zahlt weiter für den Bus - Förderverein ist geplant

Müssen auch künftig nicht mit Bobbycar oder Dreirad in ihre Kindertagesstätte in Solz fahren: Die Jungen und MÄdchen aus Iba, Gilfershausen, Imshausen, Braunhausen und sogar aus Bebra werden weiterhin mit dem Bus befördert. Foto: Schankweiler-Ziermann

Bebra. Am Ende waren alle dafür: Das Bebraer Parlament entschied am Donnerstagabend, dass die Stadt weiterhin Geld für die Beförderung der Kinder zur Solzer Kindertagesstätte zur Verfügung stellen soll: 15 000 Euro pro Jahr.

Da diese trotz der zur Erhöhung anstehenden Elternbeiträge von zurzeit 20 Euro pro Monat nicht ausreichen werden, setzt man auch auf einen Förderverein. Schon vor der Versammlung hatte Pfarrer Axel Dück erklärt, der Kirchenvorstand wolle einen solchen ins Leben rufen.

Etwa zwei Dutzend Solzer und Betroffene hatten die Sitzung gespannt verfolgt. Kita-Leiterin Renate Dechentreiter und ihre Kolleginnen waren erleichtert nach dem klaren Votum und sehen ihre erfolgreiche Arbeit bestätigt.

Neuer Kostenfaktor

Obwohl die Beförderung der Kinder zu den städtischen Einrichtungen im vergangenen Jahr gestrichen worden ist, sprachen sich die Stadtverordneten für ein anderes Vorgehen bezüglich der evangelischen Kita in Solz aus. Fahre der Bus nicht mehr die Kinder der benachbarten Dörfer in die Kita, müsse voraussichtlich eine der beiden Gruppen schließen. Die Jungen und Mädchen würden dann in die städtischen Kitas wechseln - ein neuer Kostenfaktor für die finanziell klamme Stadt. Für die Kita des kirchlichen Trägers zahlt die Stadt nur 85 Prozent der ungedeckten Kosten, für die eigenen 100 Prozent.

Die Kita sei ein Mittelpunkt des Dorfgeschehens, hatte Ulrich Völke (Gemeinsam für Bebra/GfB) erklärt. Ihm sei nicht Bange, dass die immer noch fehlenden 8000 Euro jährlich aufgebracht würden.

Gleichbehandlung

Nicht leicht machte es sich Ortsvorsteher und stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender Friedhelm Claus mit Blick auf die Gleichbehandlung. Es sei jedoch die Existenz der Kita an sich gefährdet. Auch die evangelische Kirche sieht er in der Pflicht.

Die Busse zu den städtischen Kitas seien im Gegensatz zu denen nach Solz nur noch wenig genutzt worden, sagte Gerhard Schneider-Rose, SPD-Fraktionsvorsitzender. Würden die Kinder stattdessen die städtischen Kitas besuchen, sei hier mit einer Überlastung zu rechnen. Jeder Platz koste den Träger Geld, erklärte Klaus Reifschneider (FWG).

Lob für das Engagement der Erzieherinnen in Solz kam von allen Seiten. Beschlossen wurde schließlich der von der CDU-Fraktion geänderte Antrag der GfB-Fraktion: Bis zum Sommer 2018 soll die Stadt weiterhin jährlich 15 000 Euro für den Bus übernehmen.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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