Anpassungen geplant

In Rotenburger Einrichtungen werden Kita-Plätze knapp

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In der Kuschelecke: Die Kinder der gelben Gruppe mit ihrer Erzieherin Carolin Eiche warten gut gelaunt aufs Mittagessen in der Kindertagesstätte St. Georg.

Rotenburg. In der Stadt Rotenburg muss zum neuen Kindergartenjahr ab 1. September Platz für zwei zusätzliche Gruppen in Kindertagesstätten (Kita) geschaffen werden.

Geplant ist dazu eine Umstrukturierung. Das wurde am Mittwoch bei einem Pressegespräch mit Vertretern der Kita-Träger, Erzieherinnen und dem zuständigen Fachdienstleiter Stefan Brand bekannt.

Das wurde am Mittwoch bei einem Pressegespräch mit Vertretern der Kita-Träger, Erzieherinnen und dem zuständigen Fachdienstleiter Stefan Brand bekannt.

Durch einen finanziellen Kraftakt wurden in den vergangenen Jahren zwar derzeit ausreichend Krippenplätze für Kinder bis drei Jahren eingerichtet, für die älteren Kinder zeichnet sich jedoch derzeit ein Engpass ab. Konkrete Zahlen können im Kita-Bereich selten genannt werden, erläutert Brand. Denn es gibt immer Unwägbarkeiten wie Zu- und Wegzüge von Familien, späte Anmeldungen für Kita-Plätze und Verzögerungen bei Entscheidungen, wie viele Kinder in die Grundschulen wechseln.

Die drei Träger der sechs Kinderbetreuungseinrichtungen in Rotenburg, die Stadt, evangelische Kirche und Awo, wollen dem voraussichtlichen Bedarf durch Umorganisation Rechnung tragen. So soll in der erst im vergangenen Jahr eingeweihten Kinderkrippe „Die kleinen Strandpiraten“ auf der Hochmahle eine altersgemischte Gruppe eingerichtet werden. Dort gibt es aktuell zwei Krippengruppen, Platz für eine weitere Gruppe besteht.

Ähnlich ist es im Kindergarten St. Georg: Hier soll der Platz für eine Krippengruppe zu einer Kita-Gruppe umfunktioniert werden. In beiden Fällen, darin sind sich die Verantwortlichen, Pfarrer Michael Dorfschäfer und Awo-Fachberaterin Angelika Hanscher, einig, könnte die befristete Umstrukturierung ohne größeren Aufwand zu leisten sein.

Zustimmen muss noch die Aufsichtsbehörde, die Kinder- und Jugendhilfe des Kreises. Positive Signale gab es bereits vom Regierungspräsidium in Kassel, berichtet Stefan Brand. Trotz der zweckgebundenen Landeszuschüsse für den Bau von Krippen, würde eine zeitlich befristete Umstrukturierung erlaubt. In Kassel wisse man, dass nicht nur Rotenburg vor dem Problem stehe, dass Krippenplätze ausreichen, Kita-Plätze jedoch nicht. Eine pragmatische Lösung werde angestrebt.

Auch pädagogisch sei die Umstrukturierung kein Problem, erklärt Petra Rang, Leiterin der Kita Dreikäsehoch an der Egerländer Straße. An Übergangskonzepten werde gearbeitet. „Wir wollen jetzt auch keine Panik unter Eltern verbreiten, sondern nur signalisieren: Das Problem wurde erkannt, und wir arbeiten daran“, sagt Rang.

Gerade, weil es so viele Unwägbarkeiten gibt, bitten die Verantwortlichen alle interessierten Eltern, auch die, deren Kinder bereits eine Krippe besuchen, ihre Kinder möglichst umgehend für die Kindertagesstätten anzumelden. Am einfachsten geht das über die Homepage der Stadt Rotenburg. Unter „Leben in Rotenburg“/ Kindertagesstätten findet sich das Formular zur Voranmeldung.

Quelle: HNA

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