Für Cornberger Eltern wird es ab August teurer – Busbeförderungsangebot fällt weg

Kita kostet künftig mehr

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Fast alles für den Nachwuchs: Mit viel Liebe kümmern sich Ute Beyer (Zweite von links) und Johanna Schenk im Cornberger Kindergarten um die zwischen zwei und drei Jahre alten Kinder der U3-Gruppe.

Cornberg. Mehr oder weniger unproblematisch ging bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung die Erhöhung der Gebühren für die Benutzung der Kindertagesstätte Cornberg über die Bühne.

Nur zwei SPD-Vertreter stimmten gegen die ohne Aussprache angenommene Vorlage der Verwaltung. CDU-Fraktionsvorsitzender Hilmar Bettenhausen enthielt sich der Stimme.

Angesichts der prekären finanziellen Situation der Gemeinde hatte der Arbeitskreis Kommunaler Schutzschirm vorgeschlagen, eine moderate Erhöhung der Vormittags- und Ganztagsbetreuungsgebühren vorzunehmen. Dies soll nun so vonstatten gehen, dass die seit zehn Jahren stabilen Entgelte zum 1. August 2013, 2015 und 2017 um jeweils fünf Euro monatlich angepasst werden. Damit steigt der Satz für ein von 7.00 bis 12.30 Uhr betreutes, mindestens drei Jahre altes Kind ab dem nächsten Kindergartenjahr von 70 auf 75 Euro, für ein bis 14.00 Uhr betreutes Kind auf 90 Euro und für ein bis 15.00 Uhr betreutes Kind auf 100 Euro. Die übrigen Gebühren lehnen sich an dieses System an.

Bei den noch nicht drei Jahre alten Kindern werden die Gebühren stärker erhöht, da gemäß der Verordnung zur Umsetzung der Mindestvoraussetzungen in diesen Gruppen ein höherer Fachkraftstundenbedarf angesetzt werden muss und die Gruppengrößen entsprechend reduziert werden müssen. Das führt dazu, dass für diese Altersstufe ab dem 1. August 2013 je nach Dauer des täglichen Kindergartenbesuchs monatliche Entgelte in Höhe von 100, 115 beziehungsweise 125 Euro erhoben werden.

Zu wenige Mitfahrer

Besonders einschneidend wirkt sich für Kinder aus Königswald und Rockensüß aus, dass das Gemeindeparlament zusätzlich beschlossen hat, den bislang von der Gemeinde angebotenen Transport der Kinder zur Kindertagesstätte und wieder zurück ersatzlos zu streichen. Die Verwaltung hatte ermittelt, dass sich die entsprechenden Kosten auf etwa 10 000 Euro jährlich belaufen und dass die angesichts der stark rückläufigen Inanspruchnahme erzielten Einnahmen in keinem Verhältnis zum Aufwand stehen.

Zuletzt sei es so gewesen, dass durchschnittlich nur noch vier Kinder mitgefahren seien, sodass monatlich gerade einmal 40 Euro „Fahrtkostenentgelt“ erzielt worden seien. Angesichts dessen soll der seit über 13 Jahren angebotene Service zum 1. August 2013 wegfallen.

Von Wilfried Apel

Quelle: HNA

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