Änderungsantrag ist vorbereitet

Kita-Gebühren in Rotenburg: UBR-Fraktion macht neuen Vorschlag

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Rotenburg. Die Eltern von Kindern in Rotenburger Krippen und Kindertagesstätten sollen nach dem Willen der UBR-Fraktion weniger stark zur Kasse gebeten werden, als die Stadtverwaltung vorgeschlagen hat.

Deshalb hat die UBR einen Änderungsantrag vorbereitet, über den die Stadtverordneten am Donnerstag beraten werden. Die Sitzung findet ab 19 Uhr im Saal des Rathauses statt. Die Gebührenerhöhung war im Zuge der Schutzschirmvereinbarung festgelegt worden. UBR-Fraktionsvorsitzender Hartmut Grünewald sieht allerdings ein wenig Spielraum. So sollen die Preise für Halbtags- und Ganztagsbetreuung in Krippe und Kita weniger stark steigen, als von der Verwaltung vorgeschlagen. In der Krippe sollen statt geplanter 148 Euro 132 Euro für Halbtagsbetreuung gezahlt werden, in der Kita 110 statt 124. Für die Zwei-Drittel-Betreuung sollen 192 statt 195 Euro in der Krippe gezahlt werden, in der Kita 160 statt 163 Euro. Die Ganztagsbetreuung soll für die Eltern - wie von der Verwaltung vorgeschlagen - 226 Euro in der Krippe und 189 Euro in der Kita kosten.

Beim so genannten Bambini-Jahr, dem letzten Kindergartenjahr, wird die Halbtagsbetreuung kostenlos bleiben, die Zwei-Drittel-Betreuung will die UBR aber auf 44 Euro statt 39 Euro festlegen, die Ganztagsbetreuung soll 79 statt 65 Euro kosten. Bei diesen Summen handelt es sich um das Maximum dessen, was die Stadt fordern kann, wenn sie nicht die Förderung durch das Land verlieren will. Die Anhebung soll für mehr Gebührengerechtigkeit unter den Eltern sorgen.

Das Bambini-Jahr bereitet der UBR besondere Kopfschmerzen. Fraktionsvorsitzender Hartmut Grünewald spricht in dem Zusammenhang von einer ungerechten Verwaltungspraxis, die das Land angeordnet hat. Denn das Land zahlt nur 100 Euro für die Halbtagsbetreuung. Die darüber liegenden Kosten werden nicht erstattet.

Durch das UBR-Modell würden knapp 11.000 Euro weniger in den Stadtsäckel fließen als ursprünglich geplant. Die Fraktion geht davon aus, dass durch Personalkosteneinsparungen aufgrund geringer Nutzung der Zusatzbetreuung schon ein Vielfaches dieser Summe eingespart werden konnte. (sis)

Quelle: HNA

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