Kita-Besuch in Alheim wird teurer

Alheim. Die Betreuung in den Kindertagesstätten in Alheim wird teurer. Die Gemeindevertretung hat die neuen Kita-Satzungen beschlossen. Damit werden die Öffnungszeiten von Krippen und Kindertagesstätten vereinheitlicht und ein zusätzlicher Grundbetrag von monatlich 25 Euro pro Kind erhoben.

Die Gemeinde Alheim will das Defizit in ihrem Haushalt bis zum Jahr 2016 abbauen. Dafür werden auch die Eltern der Kita-Kinder zur Kasse gebeten. Der Löwenanteil von 41 Prozent der Gemeinde-Personalkosten entfalle auf die Mitarbeiter der Betreuungseinrichtungen, hatte SPD-Fraktionschef Udo Aschenbrenner während der Haushaltsberatung erklärt.

Die Gemeindevertretung schloss sich der Vorlage mit großer Mehrheit von SPD und CDU an. Zwei Christdemokraten stimmten gegen die neue Gebührensatzung, zwei weitere enthielten sich.

Abgeschafft wurde die Möglichkeit, die Dauer des Krippenbesuchs in 30-Minuten-Schritten zu buchen. Künftig gelten für die Kleinkindbetreuung die gleichen Öffnungszeiten wie in den Kindertagesstätten. Die Kernzeit bleibt bei 7.30 bis 16 Uhr von Montag bis Freitag.

Zusätzlich kann an allen Tagen eine kostenpflichtige Frühbetreuung ab 7 Uhr für 15 Euro im Monat dazu gebucht werden. Und wer sein Kind von montags bis donnerstags bis 17 Uhr in der Kita lassen möchte, kann auch das gegen eine Gebühr von 30 Euro in Anspruch nehmen.

Mindestens fünf Kinder

Die Spätbetreuung gibt es bislang noch nicht bei den Kleinkindgruppen. Damit diese Zusatzangebote zustande kommen, müssen sie von mindestens fünf Kindern in einer Einrichtung in Anspruch genommen werden.

Weiter bestehen bleibt der pauschale Nachlass für Geschwisterkinder: Besucht bereits ein Kind eine Alheimer Kita oder Krippe, wird für jedes weitere Kind nur die Hälfte der Gebühren fällig. Laut Bürgermeister Georg Lüdtke (SPD) würden die Nachbarkommunen auch nach der Alheimer Erhöhung noch immer teils wesentlich höhere Kita-Gebühren erheben.

Oben drauf kommen noch die Kosten für die Verpflegung. Nachdem die BKK-Akademie in Rotenburg den Vertrag mit der Gemeinde gekündigt hat, ist Alheim auf der Suche nach einem neuen Lieferanten für das Mittagessen. Die Kosten sollen vollständig auf die Eltern umgelegt werden. Da das Essen derzeit teurer ist als die ursprünglich veranschlagten drei Euro pro Tag, übernimmt die Gemeinde bis zu den Sommerferien die Mehrkosten.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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