Familientag am Sonntag in Heinebach

Kirchner Solar Group wird auch 2013 Gewinn machen

Keine Ruhe fürs Vieh: Wenn am morgigen Sonntag die Kirchner Solar Group den Familientag unter dem Motto „Independence Day“ (Unabhängigkeitstag) feiert, dürfte es auf dem Gelände in Heinebach hoch hergehen. Archivfoto: Janz

Heinebach. Trotz der anhaltenden Krise der Solarbranche wird das Heinebacher Unternehmen Kirchner Solar Group (KSG) voraussichtlich auch im laufenden Jahr einen Gewinn erwirtschaften.

Das erklärte Inhaber Lars Kirchner auf Anfrage. Auch die Zahl der Mitarbeiter soll nach den Entlassungen des ersten Halbjahrs weitgehend konstant bleiben. „Wir haben uns in einem sehr schwierigen Markt behauptet“, sagt Kirchner, dessen Firma am Sonntag einen Familientag unter dem Motto „Independence Day“ (Unabhängigkeitstag) feiert. Das Ergebnis werde zwar nicht mehr auf dem Niveau der vergangenen Jahre liegen. Aber während viele Branchengrößen weiter Mitarbeiter entlassen oder Insolvenz angemeldet haben, sei Kirchner mit der Geschäftslage zufrieden: „Wir haben durchaus Grund zu feiern.“

In den vergangenen Monaten hat das Unternehmen 90 Mitarbeiter entlassen, um sich wieder auf das Kerngeschäft zu konzentrieren (wir berichteten). Aktuell beschäftigt KSG in Alheim 130 Angestellte. „Wenn sich der Markt auf diesem Niveau hält, sollte es bei dieser Größe bleiben“, sagt Kirchner.

Lars Kirchner

Mit Service und Vertrieb bestehender Anlagen und Solarparks habe die Firma ein stabiles Fundament. Zudem spiele sie ihre Erfahrung aus, wenn es um komplizierte Betreibermodelle für große Anlagen gehe. Außerdem bemüht sich die Firma darum, durch den Verkauf einiger ihrer Solarparks im Ausland die ohnehin hohe Eigenkapitalquote noch zu steigern. „Damit können wir hier aus einer gestärkten Position heraus unabhängiger handeln“, sagt Kirchner.

Sonnenstrom rentiert sich

Die klassischen Freiland-Solarparks, für die KSG in der Region bekannt ist, seien wegen der deutlich gesunkenen Einspeisevergütung ein Auslaufmodell. Dachanlagen lohnen sich laut Kirchner aber weiterhin für Firmen und Privatpersonen. An seinem häufig gebrauchten Satz „Es war noch nie interessanter, in Solarenergie zu investieren“, hält der Heinebacher Unternehmer deshalb auch jetzt fest.

Während es früher vor allem rentabel war, den selbst erzeugten Sonnenstrom dank festgeschriebener Einspeisevergütung teuer zu verkaufen, liege der Vorteil für die Kunden nun darin, weniger Strom einkaufen zu müssen. „Ein Großteil des Solarstroms wird heute direkt verbraucht“, sagt Kirchner.

Indem die tagsüber erzeugte Sonnenenergie etwa über eine Wärmepumpe gespeichert werde, könne sie rund um die Uhr genutzt werden. „Die Investition amortisiert sich in weniger als zehn Jahren“, sagt Kirchner. „Damit werden unsere Kunden von hohen Strompreisen und EEG-Umlage zunehmend unabhängiger.“ Auch das sei Anlass, den „Unabhängigkeitstag“ zu feiern.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

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