Sommerfest zum Jubiläum am Sonntag

Fasziniert von der Sonne: 25 Jahre Kirchner Solar in Alheim

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Das Erfolgstrio von Kirchner Solar Group: (von links) Neben Gründer Lars Kirchner stehen mittlerweile Christian Wahl und Dr. Samuel Fan an der Spitze des Unternehmens.

Heinebach. Er hat vor 25 Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und seine Chance ergriffen. Jetzt mischt er in der Solar-Energie-Branche ganz vorne mit: Lars Kirchner, gebürtiger Oberellenbacher, ist inzwischen Chef des weltweit operierenden Unternehmens Kirchner Solar Group (KSG).

Doch wie viele andere Unternehmer hat auch Kirchner klein angefangen. Vor genau 25 Jahren gründete er in Oberellenbach die Firma Elektro Kirchner, als 20-Jähriger. Dieser Schritt in die Selbstständigkeit – und damit der Auftakt der Marke Kirchner – soll dieses Wochenende groß gefeiert werden. 

Ein-Mann-Betrieb zu Beginn

Am Anfang seiner Karriere reparierte Kirchner Radio- und Fernsehgeräte und kümmerte sich um Installationen aller Art. Aber das war’s für ihn noch nicht. „Ich suchte nach einer Nische, in der ich bis zum Rentenalter bleiben könnte“, erzählt der heute 45-Jährige. 

Als er dann die erste Photovoltaikanlage auf Wunsch eines Kunden montierte, fand er sie: Seine Nische war die erneuerbare Energie, besser: Solar-Energie. Seitdem ist Kirchner Feuer und Flamme für die Kraft der Sonne. Doch alleine war das Geschäft nicht zu stemmen, da die Branche 1999 durch die Solar-Energie-Förderung durch den Bund einen Boom erlebte. Christian Wahl kam dazu, der sich mit Kirchner seit 2000 die Geschäftsführung teilt. Um international mitmischen zu können, wurde der Name in Kirchner Solar Group geändert.

Mittlerweile ist das Unternehmen auf der ganzen Welt aktiv: „In 53 Ländern stehen unsere Photovoltaikanlagen, mal auf Dächern, mal in riesigen Solar-Parks“, listet Kirchner auf. Im Januar dieses Jahres wurde Anlage Nummer 15.000 aufgestellt. Sechs Standorte hat KSG, unter anderem im afrikanischen Uganda. Für diesen Geschäftsbereich ist Kirchners langjähriger Freund und mittlerweile Kollege Dr. Samuel Fan zuständig.

Aus Sonne wird Eis

Der afrikanische Kontinent ist eine Herzensangelegenheit des Unternehmens. 2009 wurde dort die erste Uni mit Solar-Energie elektrifiziert, 2013 eröffnete Kirchner ein Solar-Center in Uganda, wo dreimal im Jahr 70 Afrikaner zum Solar-Techniker ausgebildet werden. Und dann gibt es da noch ein neues Projekt, von dem Kirchner mit glänzenden Augen schwärmt: Die Entwicklung einer sonnenbetriebenen Eis-Maschine, die 1,2 Tonnen Trockeneis in 24 Stunden produziert. Das Ziel: Afrikanische Fischer sollen ihre Ware kühlen können, und damit selbst den Preis für den Fang bestimmen.

Was Kirchner denkt, wenn er auf die vergangenen 25 Jahre zurückblickt? „Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich Mitarbeiter und Kunden hatte, die mir auch während der schwierigen Phasen die Treue gehalten haben.“

Der Aufstieg des Solar-Betriebs war aber nicht durchgehend eine Bilderbuchgeschichte: Nachdem KSG 2011 einen Jahresrekordumsatz von 200 Millionen Euro erzielte, kam 2012 der Einbruch. Grund: Die Einspeisevergütung für Sonnenstrom wurde gesenkt. Der Betrieb musste Mitarbeiter entlassen. Mittlerweile hat sich der Markt stabilisiert, sogar so weit, dass der 45-jährige Gründer optimistisch ist, bis zur Rente noch in der Branche zu bleiben.

Das Sommerfest:

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens feiert Kirchner Solar Group am Sonntag, 19. Juni, ein Sommerfest. Auf dem Firmengelände in Heinebach erwartet die Besucher von 11 bis 17 Uhr ein vielfältiges Programm.

Neben Live-Musik mit „Jazz-Therapie“ gibt es zwei Fachvorträge. Über Photovoltaikanlagen referiert Frank Helis um 12. 30 Uhr und Speichertechnologien sind Thema bei Markus Frommann um 14 Uhr.

Für Kinder wird ein Indianerdorf zum Hüpfen, Klettern und Rutschen aufgestellt. Außerdem wird es einen Luftballonwettbewerb, Pony-Reiten, Riesen-Wasserbälle im Pool, Segwayfahren sowie Solarbasteln mit dem Schullandheim Licherode geben. 

Von Viktoria Fischer

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