Kirchheimer Feuerwehren übten den Ernstfall

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Jeder Handgriff sitzt: Sogenannte „Technische Hilfeleistungen“, sprich Einsätze bei schweren Verkehrsunfällen, gehören für die Autobahnfeuerwehr Kirchheim leider fast schon zum Alltag. Da war es nicht verwunderlich, dass die Feuerwehrleute bei der Vorführung in Gershausen den sicheren Umgang mit dem Rettungsgerät und hohe Kompetenz bei der Personenrettung unter Beweis stellten.

Von Bernd Löwenberger Gershausen. Das Löschen eines in Vollbrand stehenden Personenwagens war ein Teil der Übung der Kirchheimer Feuerwehren anlässlich des Gemeindefeuerwehrtages am Wochenende in Gershausen.

So stieg gegen 18 Uhr dicker, schwarzer Rauch von einem Gelände neben dem Sportplatz auf, als die Jugendfeuerwehr Kirchheim hier eintraf. Die aktiven Einsatzkräfte aus Kirchheim und Willingshain sollten unterstützend eingreifen, mussten aber nur hier und da mit kleinen Hilfestellungen zur Seite stehen. Die Mädchen und Jungen der nächsten Generation bewiesen nachhaltig, dass sie ihr Handwerk mittlerweile sehr gut gelernt haben. Auch ein Brandherd der sich beharrlich im Bereich eines Türschwellers festgesetzt hatte wurde schließlich erfolgreich gelöscht, was mit dem Einsatz der Wärmebildkamera überprüft wurde.

Lange Leitung nötig 

Die in diesem Zusammenhang notwendige Löschwasserversorgung über eine lange Wegstrecke übernahm die Löschgruppe Wälsebachtal.

Den dritten Teil der Übung, eine so genannte technische Hilfeleistung erbrachte die Löschgruppe Aulatal, ergänzt durch den Rüstwagen Kirchheim. Mit inzwischen in Fleisch und Blut übergegangenen Handgriffen entfernten die Rettungskräfte mit Spreizer und Rettungsschere schnell, sicher und gekonnt das Dach eines verunglückten PKW und befreiten so erfolgreich die eingeschlossenen Insassen.

Ausgearbeitet worden war die Übung vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor, Pascal Krause und dem Gershäuser Wehrführer, Holger Kamp.

Neben einigen Grußworten und Ehrungen während der folgenden Zusammenkunft in der Festhalle, stand die Übergabe eines neuen Fahrzeuges im Vordergrund. In rund fünf Jahren Bauzeit haben die Gershäuser Feuerwehrleute einen aus einem See geborgenen Mercedes G komplett auseinander genommen, restauriert und repariert und so von Grund auf neu aufgebaut. Als MTW ersetzt das „neue“ Auto ein über 30 Jahre altes Fahrzeug gleichen Typs, das allerdings nicht mehr zu retten war.

Dass die Gershäuser den diesjährigen Gemeindefeuerwehrtag ausrichteten lag unter anderem auch daran, dass es durch die Zusammenlegung mehrerer Wehren seit nunmehr einem Jahr die Freiwillige Feuerwehr Kirchheim-Ibratal gibt, erklärte Gemeindebrandinspektor, Thomas Schneemilch.

Der Sonntag stand nach einem Festgottesdienst für die Besucher hauptsächlich im Zeichen eines gemütlichen Beisammenseins. Nach einer Schauübung der Bambinis wurden dann auch die Sieger der Wettbewerbe bekannt gegeben. Bei den Jugendwettkämpfen siegte Frielingen 1 vor Goßmannsrode und Oberjossa. Im Gemeindepokal war ebenfalls Frielingen erfolgreich, vor Heddersdorf und Kirchheim 2. Die Orientierungsfahrt der Einsatzkräfte gewann Kerspenhausen vor Frielingen und Olberode.

Kurioses am Rande: Bereits am Samstagnachmittag war die Kirchheimer Feuerwehr nach ihrem aufwändigen Einsatz auf dem Überholbahnhof Beiersgraben für ihre fürsorgliche Betreuung von den gestrandeten ICE-Passagieren mit viel Applaus belohnt worden.

Quelle: HNA

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