Kirche übernimmt Jugendarbeit allein

Neue Stelle für Jugendarbeiter in Nentershausen und Wildeck geplant

Nentershausen/Wildeck. Die Jugend in Nentershausen und Wildeck soll nach langer Pause wieder einen hauptamtlichen Ansprechpartner bekommen.

Weil die Kommunen sich aus finanziellen Gründen aus der Jugendarbeit zurückgezogen haben, will der evangelische Kirchenkreis Rotenburg das Projekt allein stemmen: „Wir werden im Frühjahr 2014 einen Jugendarbeiter für den Bereich Wildeck und Nentershausen einstellen“, erklärte Dekanin Gisela Strohriegl.

In der Vergangenheit hatten die kirchlichen und politischen Gemeinden gemeinsam jeweils eine Ortjugendpflege-Stelle finanziert. Träger waren die Kirchengemeinden. Die neue Stelle finanziert und organisiert der Kirchenkreis allein.

„Eine volle Jugendarbeiter-Stelle im Kirchenkreis kostet etwa 65.000 Euro an Personalkosten pro Jahr“, erklärte Strohriegl. „Es geht uns darum, die Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. Wir wollen ihnen mit unseren christlichen Werten auch eine Orientierungshilfe bieten in einer Welt, die unübersichtlich geworden ist.“

In Nentershausen ist die Stelle der Ortsjugendpflege seit gut einem Jahr nicht mehr besetzt. In Wildeck ist sie sogar seit zweieinhalb Jahren vakant. „Entlassen wurde niemand“, betonte die Dekanin.

In Nentershausen hatte das Parlament im Juni schweren Herzens entschieden, den Vertrag mit der evangelischen Kirchengemeinde zu kündigen. Die politische Gemeinde steht unter dem kommunalen Schutzschirm des Landes und muss drastisch sparen.

In Wildeck war der Vertrag zur Jugendarbeit auf Wunsch der evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde aufgelöst worden. In vielen Gesprächen war kein Konsens zur Fortführung gefunden worden. Auch Wildeck muss drastisch sparen. Im Haushalt 2013 steht kein Geld mehr für eine Stelle bereit. (dup)

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Quelle: HNA

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