Klassiker in Oberellenbach

Kindertheater bringt "Urmel aus dem Eis" auf die Bühne - Premiere am Samstag

Haben große Freude an ihren Sprachfehlern: Die Theaterameisen mit, im Vordergrund, Urmel (Katharina Spieker), Ping Pinguin (Lenja Susdorf), Wutz (Franziska Walter) und Seele-Fant (Emma Susdorf) sind gespannt auf die Premiere am Samstag. F otos: Lischper

Oberellenbach. Es ist klein, grün und frech: das Urrrrmeliiiiii. Mit seinen tierischen Freunden wird es am Volkstrauertag-Wochenende von den "Oberellenbacher Theaterameisen" auf die Bühne gebracht. Sprachfehler vorprogrammiert.

In der Oberellenbacher Inszenierung des Kinderbuchklassikers „Urmel aus dem Eis“ wird das Dinosaurier-Kind von der zehnjährigen Katharina Spieker gespielt. Mit zehn weiteren Kindern bildet sie die Kinder- und Jugendtheatergruppe Theaterameisen. Die HNA schaute hinter die Kulissen.

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom kleinen Urmel, einem Dinosaurierbaby, das in seinem Ei mutterseelenallein an den Strand der Insel Titiwu gespült wird. Frisch geschlüpft, befindet es sich dort inmitten einer tierischen Gesellschaft, dessen einziger menschlicher Bewohner Professor Habakuk Tibatong (Calantha Siel) ist. Mit einer Tiersprechschule möchte er der Wissenschaft die Sprachfähigkeit von Tieren beweisen. Das Urmeli, wie es von seiner Ziehmutter Wutz (Franziska Walter) liebevoll genannt wird, ist sein neuer Schüler und bringt mit seinem Wesen frischen Wind auf die Insel.

Alles ist selbst gemacht 

Zwischen Hausaufgaben und Englisch-Klausur beschäftigen sich die Theaterameisen seit Mitte des Jahres mit dem Stück des Schriftstellers Max Kruse von 1969. Angeleitet werden sie von Ilona Heußner, die selbst seit vielen Jahren Theater spielt und mit Stolz ihr neuntes Stück inszeniert: „Die Kinder sind alle theatererprobt und mit großer Freude dabei“. Unterstützt wird die 49-Jährige von ihren Kolleginnen Heike Heckmann und Claudia Rolf. Jeder bringe andere Fertigkeiten in die Regiearbeit ein - Heckmanns Spezialität ist die Maske, und mit Lehrerin Rolf ist für pädagogische Unterstützung gesorgt.

Nach Stücken wie „Michel aus Lönneberga“ und „Der Zauberer von Oz“ entschied man sich in diesem Jahr für das Stück der Augsburger Puppenkiste. „Urmels Geschichte begeistert seit vielen Generationen Groß und Klein“, sagt Heußner.

Freude am Spielen ist wichtig 

Verwandlung: Die zehnjährige Katharina Spieker wird von Heike Heckmann (Maske und Regie) zum Urmel umgestaltet.

Bei den wöchentlichen Proben und am Probenwochenende entwickelte sich ein gut eineinhalbstündiges Stück mit einigen Überraschungen. So holt Tim Tintenklecks (Lea Krück) vor lauter Langeweile seinen Gameboy heraus, und auch aktuelle Lieder aus den Charts finden einen Platz.

Um die bunten Kostüme kümmerte sich in liebevoller Kleinarbeit Elke Büsching. Ihr Mann Gunther fährt Ton und Licht und hat ein traumhaftes Bühnenbild gebaut, das viel Raum zum Spielen lässt. Das ist schließlich das Ziel des Ganzen: die Kinder sollen den Spaß am Spielen behalten, und der Kinderbuchklassiker soll durch eine lebhafte Inszenierung den Menschen im Gedächtnis bleiben.

Hintergrund:

Die Theatergruppe Theaterameisen gehört zum Theaterverein Oberellenbacher Bühne, der 1998 von Elke und Gunther Büsching gegründet wurde. Die Auftritte, inklusive Kostüme, Maske und Bühnenbild, finanzieren sich durch Spenden und Eintrittsgeld auf freiwilliger Basis. Derzeit wird die Gruppe geleitet von Ilona Heußner, Claudia Rolf und Heike Heckmann.

 

Das Stück „Urmel aus dem Eis“ (Bearbeitung: Frank Pinkus) wird am Samstag, 15. November, und Sonntag, 16. November, ab jeweils 15 Uhr im Jugend- und Freizeitheim Ober-ellenbach, Oberer Erlenbach 34, aufgeführt.  Der Eintritt ist frei, für die Arbeit des Vereins wird um Spenden gebeten.

Von Anna Lischper

Quelle: HNA

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