Kindertagesstätte in Breitenbach soll bis Ende 2014 in neues Gebäude ziehen

Kindertagesstätte: Grundstück für Neubau

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Hinter diesem Obstgarten soll die neue Kita gebaut werden: Das Grundstück befindet sich in zweiter Reihe an der Hersfelder Straße Richtung Blankenheim links, etwa 300 Meter bevor man rechts zum bisherigen Standort (kleines Foto) abbiegt.

Breitenbach. Die Kindertagesstätte in Breitenbach ist so sanierungsbedürftig, dass man sich für einen Neubau entschieden hat. Dazu hat die Stadt Bebra bereits ein Grundstück gekauft. Es ist etwa 300 Quadratmeter groß und befindet sich in zweiter Reihe an der Hersfelder Straße.

Weil der Neubau mit Geld von Bund und Land zur Förderung des Ausbaus von Plätzen für unter Dreijährige unterstützt wird, muss der Bau bis Ende 2014 fertig sein, erläuterten Bürgermeister Horst Groß und Uli Rathmann von der Stadtjugendpflege.

1,5 Millionen Euro soll der Neubau insgesamt kosten. Wie in dem derzeitigen Gebäude wird es wieder 70 Plätze geben, darunter zwei Krippengruppen für unter Dreijährige. Eine Bestandserhebung habe gezeigt, dass besonders in Breitenbach Bedarf an Krippenplätzen bestehe.

Bislang stehen in Bebra keine städtischen Plätze für Kleinkinder zur Verfügung, allerdings gibt es die Kinderkrippe „Die kleinen Strolche“ mit 24 Plätzen, deren Träger der Verein Kinderkrippe Bebra ist. Auch in der Evangelischen Kita Arche Noah am Stadtbad in der Kernstadt denkt man über einen Anbau nach, um Platz für eine Kinderkrippe zu schaffen. Vonseiten des Katholischen Kindergartens gibt es ebenfalls ein Angebot, bei Bedarf Krippenplätze zu schaffen. Laut Uli Rathmann will man zunächst die Entwicklung abwarten, wie viele Plätze tatsächlich benötigt werden.

Laut dem neuen Kinderförderungsgesetz, das allerdings noch nicht verabschiedet ist, hätte Bebra in dem Neubau 80 Plätze. „Wir sind aber eine familienfreundliche Kommune und wollen nicht so große Gruppen“, erklärt Bürgermeister Groß. Bebra beschäftigt auch für jede Gruppe Erzieherinnen mit je zwei vollen Stellen, vorgeschrieben sind nur 1,75 Stellen. „Die Differenz wird nicht gefördert“, sagte Uli Rathmann. Die Stadt Bebra wolle aber nicht auf Kosten der Kinder sparen, betonen Groß und Rathmann.

Wie der Neubau aussehen wird, steht noch nicht fest. Überlegt wird zurzeit eine Ausführung in Modulbauweise. Dafür gibt es bereits Vorbilder, etwa in Osterrode im Harz, wo man sich bereits das gelungene Beispiel einer Kita in angesehen hat. Beim Bau mit Modulen benötige man zwar eine längere Zeit für die Planung, die Ausführung koste aber weniger Zeit, erläuterten der Bürgermeister und Uli Rathmann.

Der Eingang der neuen Kita wird wahrscheinlich Richtung Bad Hersfeld zeigen. In dieser Woche will der Magistrat sich für einen Architekten entscheiden.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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