Vom Kind zum Helfer

Jugendliche und junge Erwachsene gestalten das Programm der Ferienspiele in Bebra

Viel Spaß in den Ferien: Melina Bardt, Robert Götz, Esra Dapgin und Christopher Hesse. Foto:s: Meyer

Bebra. Wenn kleine Ritter durch die Gänge der Brüder-Grimm-Schule jagen, wenn Federschmuck gebastelt wird und Indianer geschminkt werden, wenn Skater-T-Shirts gestaltet und Kickerturniere veranstaltet werden, dann sind wieder Osterferienspiele in Bebra, so wie in der vergangenen Woche.

Möglich sind sie nur dadurch, dass viele Jugendliche und junge Erwachsene sie gestalten und die Kinder betreuen. Melina Bardt, Robert Götz, Esra Dapgin und Christopher Hesse sind vier der Ehrenamtler.

Viele der Helfer waren als Kinder selbst bei den Ferienspielen dabei, so wie Melina Bardt. Die 19-Jährige, die momentan Abitur macht, erinnert sich daran, wie sie als Achtjährige mit den anderen Kindern Wasserspiele besuchen durfte. Jetzt ist sie „Springer“, hilft überall aus, in der Küche, in der Turnhalle, beim Basteln.

Die Ferienspiele sind für viele Kinder ein so schönes Erlebnis, dass sie auch noch dabei bleiben wollen, wenn sie eigentlich zu alt sind. Christopher Hesse ist mit 13 Jahren der jüngste Helfer und war im vorigen Jahr noch als Kind dabei. Jetzt hilft er mit, Kinder beim Fußball zu betreuen, natürlich immer unter Anleitung von anderen, die schon mehr Erfahrung haben. Auf 100 Ferienspiele-Kinder kommen 24 Betreuer.

Erfahrungen für den Beruf

Andere sehen die Ferienspiele auch als Möglichkeit, Erfahrungen für das Berufsleben zusammen. Der 26-jährige Robert Götz und die 22-jährige Esra Dapgin lassen sich zu Erziehern ausbilden und wollen später beide im Kindergarten arbeiten.

Auch sie gehören zum Fußballteam. Robert Götz kann hier auch üben, „wieder Ruhe reinzubekommen, wenn’s mal aus dem Ruder läuft“. „Wir sind hier, weil es uns Spaß macht“, sagt Melina Bardt.

Ihr gefällt, dass Stadtjugendpfleger Uli Rathmann und Schulsozialarbeiterin Christine Kindler den Helfern viel Freiraum in der Gestaltung der Angebote lassen und zugleich gute Hilfestellung geben.

Rathmann und Kindler sind die, die Jugendliche immer wieder dazu ermutigen, sich zu engagieren. „Wir bauen so langsam auf“, sagt Rathmann – mit Erfolg: „Wenn man einmal mitgemacht hat, will man immer wieder dabei sein“, sagt Esra Dapgin. Getragen werden die Ferienspiele von Stadtjugendpflege, Schulsozialarbeit und der Bildungsbegleitung.

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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