Antrag auf Erweiterung wird intensiv geprüft – Bedenken von Anwohnern berücksichtigt

Kiesabbau unter der Lupe

Obersuhl. Zum Antrag des Wildecker Kieswerks, sein Abbaugebiet in der Gemarkung Untersuhl in Richtung Obersuhl auszuweiten, wird es kein einfaches und damit schnelles Genehmigungsverfahren geben. Es wird ein Planfeststellungsverfahren mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung geben. Das hat das Thüringer Landesverwaltungsamt in Weimar entschieden. Dies teilte Pressesprecher Adalbert Alexy auf Anfrage mit.

Das Genehmigungsverfahren wird damit sehr aufwendig und sehr gründlich verlaufen. Das Landesverwaltungsamt bereitet jetzt ein sogenanntes Scoping-Treffen vor. Dabei trifft sich die Genehmigungsbehörde mit dem Antragsteller, den betroffenen Gemeinden, Landkreisen, Regierungspräsidien und Naturschutzverbänden. Die Teilnehmer wurden vor Kurzem schriftlich informiert, dass ein solches Treffen stattfinden wird. „Ein Termin dafür steht aber noch nicht fest“, betonte Alexy. Geplant ist aber, dass das Treffen spätestens Mitte April über die Bühne geht.

Was wird untersucht?

Ziel des Treffens ist, die Umweltprüfung möglichst effektiv vornehmen zu können. Dabei wird festgelegt, was in welchem Bereich wie untersucht werden soll. Es werde dann genau geprüft, ob die Pläne unter anderem mit der Umwelt in Einklang zu bringen sind, erklärte der Pressesprecher.

Anhörung Privater später

Zu einem späteren Zeitpunkt können sich auch Privatpersonen bei einem Anhörungstermin äußern.

Auch die Gemeinde Wildeck ist aufgerufen, vor dem Scoping-Termin eine Stellungnahme abzugeben. „Das werden wir auch tun“, betonte Bürgermeister Alexander Wirth. Die Gemeinde soll mitteilen, was aus ihrer Sicht in welchem Gebiet untersucht werden sollte.

Bürger, die im Osten Obersuhls wohnen, halten einen Zusammenhang zwischen zahlreichen Schäden an ihren Häusern und dem Kiesabbau für sehr wahrscheinlich. Die von der Gemeinde Wildeck und mehreren Anwohnern geäußerten Bedenken sind auch der entscheidende Grund dafür, warum das Landesverwaltungsamt entschieden hat, eine Umweltverträglichkeitsprüfung vorzunehmen.

Ein Gutachten, das das Kieswerk in Auftrag gegeben hatte, kommt zu dem Schluss, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Kiesabbau und den Schäden an den Häusern im östlichen Obersuhl gibt.

Das Kieswerk Obersuhl will seine Abbaufläche in drei Bereichen um 6,8 auf 24 Hektar erweitern.

Von René Dupont

Quelle: HNA

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