Am Samstag geht es wieder los

40. Kids-Basar in Obersuhl: Ein Verkauf mit Tradition

Das fleißige Team: (vorne, von links) Antje Hoffmann und Stefan Bock sowie (hinten, von links) Ute Weiß, Carola Grenzebach und Sabine Schade sorgen dafür, dass beim Basar alles reibungslos läuft. Foto:  Meyer

Obersuhl. Männer haben sich im Team nicht bewährt. Bei der Organisation des Obersuhler Kids-Basars, bei dem traditionell zahllose Artikel den Besitzer wechseln, ist Frauenpower gefragt.

Am Samstag findet er im 20. Jahr zum 40. Mal statt und bietet eine Neuerung, die die Wartezeiten an der Kasse verringern soll. Der Basar beginnt um 9 Uhr und hat bis 15 Uhr geöffnet.

Hoch ist der organisatorische Aufwand. In dieser Woche bereiteten die Frauen um Carola Grenzebach, Ute Weiß und Antje Hoffmann das Obersuhler Bürgerhaus auf den Basar vor, stellten Tische, Regale und Kleiderständer auf, improvisierten Umkleidekabinen und richteten die Kassen ein. Die vielen Artikel der Verkäuferinnen - Spielsachen, Schuhe, Laufställe, Kinderwagen und jede Menge Kleidung - verwandelten den Festsaal dann in ein gut bestücktes Kaufhaus.

Optimiertes Kassensystem 

Ein Mann ist diesmal doch mit von der Partie: Stefan Bock ist Chef der Philippsthaler Firma Consulting Gate, die Computer-Prozesse optimiert. Für einen Freundschaftspreis schrieb seine Firma das Computerprogramm um, das die Frauen an der Kasse verwenden. Jetzt ist es möglich, Codes an den Etiketten einzuscannen. Die Zeiten, als an der Kasse umständlich getippt werden musste, sind vorbei. Am Samstag, verspricht Bock, werde er vor Ort sein und helfen.

Der Basar entstand vor 20 Jahren als Initiative der Eltern einer Obersuhler Krabbelgruppe. Seither ist er enorm gewachsen, das Team veränderte sich, junge Mütter kamen dazu. 25 Frauen umfasst das Team heute. Die Gruppe ist nicht als Verein organisiert, eine Vorsitzende gibt es nicht.

Die findigen Frauen haben ausrangierte Kleiderständer aufgetrieben, die zum Fundus gehören. So kommen sie mit geringem Budget aus. Das Engagement des Teams zeigt sich in den liebevollen Details: Schwangere dürfen eine Viertelstunde früher in den Saal und an einer Kasse im Erdgeschoss bezahlen.

Die Obersuhler Vereine, die Feuerwehr und der Kindergarten sind mit von der Partie, unterstützen den Basar mit Tischen und Bänken oder sorgen für Kaffee, Kuchen und Bratwurst. (zmy)

Quelle: HNA

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