Abistreich: Lehrer der Jakob-Grimm-Schule suchten Weg in die Freiheit

Arthur Kutscher, links, und Nils Brandau führen Direktor Friedhelm Großkurth ab.

Rotenburg. Links auf der Bühne wartet der Sandstrand mit Cocktails, Orangen und Kokosnüssen, rechts zäunt ein Baustellengitter die Häftlinge mit Ketten und Kugeln ein.

Die Abiturienten der Rotenburger Jakob-Grimm-Schule stellten ihren Abistreich in Anlehnung an einen alten David-Hasselhof-Song unter das Motto „Abi looking for freedom“ und nahmen ihre Lehrer kurzerhand gefangen.

Mit der Arrestierung ihrer Lehrer nahmen die Schüler - der Idee des Abistreichs folgend - Rache an ihren Unterdrückern der vergangenen Jahre, denen sie, wie sie fanden, als Sklaven hilflos ausgeliefert waren. Aber die Abiturienten sind gnädig: Wer von den Gefangenen ein lustiges Spiel meistert, dem steht der Weg Richtung Cocktails und Erdbeerhäppchen offen.

Da galt es, auf dem Gummireifen über Schmierseife zu rutschen. Da hatte Lehrerin Christiane Lindner die Gelegenheit, den Sido-Rapsong „Schlechtes Vorbild“ zu interpretieren und sich so die Freiheit zu ersingen. Gernold Jansky musste auf dem weißen T-Shirt Kussmünder im Publikum sammeln. Erst danach durfte er Platz nehmen im Liegestuhl.

Abistreich der Jakob-Grimm-Schule

Den Zuschauern - Schülern und Lehrern - bot sich ein unterhaltsamer Vormittag, den die Abiturienten liebevoll vorbereitet hatten. Da gab es eine aufwändig gestaltete Bühne mit echtem Sandstrand. Links und rechts prangten große Transparente mit dem Konterfei von Jakob Grimm als Fahndungsbild. Mit einem SMS-Spiel bezogen die Abiturienten ihr Publikum ein.

Abseits der Bühne wartete ein Imbiss-Stand mit Currywurst und Döner auf hungriges Publikum. Das Programm war straff und kurzweilig, die Technik funktionierte, und der Jahrgang präsentierte sich als gut gelaunte und zugleich gut organisierte Mannschaft. (zmy)

Quelle: HNA

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