Land fördert Verein Flüchtlingshilfe Alheim mit 10.000 Euro

Keiner wird alleingelassen: 50 Ehrenamtliche helfen Alheimer Flüchtlingen

Alheim. Die Alheimer können stolz sein – und zwar auf das Engagement ihrer Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe. Als Paten stehen sie ihnen im Alltag zur Seite.

50 Männer und Frauen kümmern sich derzeit um die 21 Flüchtlinge, die in der Gemeinde ein neues Zuhause gefunden haben. Allen voran Michael Wollert, der sich die Organisation der Flüchtlingshilfe zur Aufgabe gemacht hat.

Mit Rat und Tat stehen sie den Menschen aus Syrien und Afghanistan zur Seite, leiten sie an und helfen ihnen als Paten, in der dörflichen Gesellschaft Fuß zu fassen. Und weil das Patensystem so gut läuft, gab es für den Verein Flüchtlingshilfe Alheim nun 10 000 Euro vom Land als Förderung.

„Ohne den Einsatz der Freiwilligen wäre das alles nicht möglich gewesen“, erklärt Pfarrer Dirk Kroker von der evangelischen Johanneskirchengemeinde in Alheim. Und spricht damit den Ehrenamtlichen seinen Dank aus.

Die Alheimer wollten nicht nur Sachen spenden, sie wollten auch aktiv werden.

Mit Erfolg, wie an dem breiten Angebot und der guten Organisation der Flüchtlingshilfe zu sehen ist: Ein Fahrdienst wurde gebildet, damit die Flüchtlinge Behördengänge erledigen und damit ihre gesetzlichen Pflichten erfüllen können.

Außerdem erklärten sich Deutschlehrer und Sozialpädagogen bereit, den Flüchtlingen Deutschunterricht zu geben – für eine bessere Verständigung. „Die Integration steht und fällt mit der deutschen Sprache“, weiß Pfarrer Kroker. Daher gebe es jetzt auch in den Sommerferien einen Intensivkurs für die Kinder.

Doch das Wichtigste: Es haben sich Paten gefunden, je zwei pro Flüchtlingsfamilie, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den geflüchteten Menschen die deutschen Gesetze, Strukturen und Eigenheiten zu erläutern.

Auch das sei ein wichtiger Teil von Integration, wie der Pfarrer weiß. Wer das System versteht, könne sich in die Gemeinschaft besser einfinden. Und das ist das, was sich die Flüchtlingshilfe von ihrer Arbeit erhofft: Menschen, die gekommen sind, um zu bleiben - als Bereicherung für Alheim.

Mehr dazu, wie die Alheimer ihre Hilfe für die Flüchtlinge organisieren lesen Sie in der gedruckten Freitagausgabe der Rotenburg Bebraer Allgemeine und im E-Paper.

Quelle: HNA

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