Sanierung des Bahnhofs fast abgeschlossen, doch Betreiber für Gastronomie fehlt

Keiner will das Bistro

Dezentes Anthrazit: der Rotenburger Bahnhof mit neuem Anstrich. In acht Wochen sollen Umbau und Sanierung komplett abgeschlossen sein. Fotos: Schäfer-.Marg

Rotenburg. Die Sanierung und Umgestaltung des Bahnhofs in Rotenburg stehen kurz vor dem Abschluss: In etwa acht Wochen sollen die Arbeiten komplett fertig sein, erklärte Roland Schwarz, Fachdienstleiter im Stadtbauamt, auf Anfrage. Das Reisebüro Zilch ist bereits in neue, großzügige Räume in den Mittelteil des Gebäudes umgezogen. Dort gibt es auch einen eigenen Schalter für die Bahnkunden.

Derzeit werden der neue Wartesaal und die dazugehörigen öffentlichen Toiletten gefliest. Noch gibt es nur einen kleinen provisorischen Warteraum für Bahnkunden.

Kein Bistro-Betreiber

Sorgenkind bleibt das Bistro. Zwar wurde großzügig Raum vorgesehen, sogar eine kleine Außenterrasse könnte bestuhlt werden, aber es gibt noch keinen Betreiber. Sämtliche Anfragen bei Bäckern der Region und Aufrufe an mögliche Existenzgründer blieben nach Angaben von Roland Schwarz ohne Erfolg. Dabei ist der Betrieb nicht nur für Reisende gedacht, sondern natürlich auch für Rotenburger.

Von ursprünglichen Plänen, die Tourist-Information komplett in den Bahnhof zu verlegen, ist man im Rathaus inzwischen abgerückt. Bürgermeister Christian Grunwald erklärte, eine Tourist-Information gehöre in das Zentrum der Stadt. Diese Auffassung habe er immer vertreten.

Das Gesamtkonzept von Bürgerzentrum und Bahnhof war erarbeitet worden, als Grunwald noch nicht im Amt war. Damals war im Übergangsbereich vom Bürgerzentrum zum Bahnhof eine Anlaufstelle für Touristen geplant gewesen, das dazugehörende Büro sollte im Bahnhof untergebracht werden. Nun soll der Bereich nur stundenweise besetzt werden, erklärte der Rathauschef.

Die Räume im oberen Bereich des Bahnhofs sind schon tapeziert. Hier wird die Tourismusregion Mittleres Fuldatal einziehen. Die Baukosten für die Sanierung des Gebäudes liegen bei knapp einer Million Euro. Davon zahlt das Land gut die Hälfte.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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