Keine Zukunft mehr in Griechenland

Eine Zukunft in Deutschland: Lampros Tsekrekas hat sich vor zwölf Jahren entschieden, seine Heimat Griechenland zu verlassen. Er begann in Rotenburg ein neues Leben. Foto: Dräger

Rotenburg. Die Griechen in Rotenburg finden die Situation in ihrem Heimatland mehr als schwierig. „Wenn man ins Krankenhaus muss, dann muss man teilweise eigene Bettwäsche mitbringen“, sagt Lampros Tsekrekas vom griechischen Restaurant Samos an in der Mündershäuser Straße in Rotenburg. Manchmal würde das Geld für die Anschaffung eines Polizeiautos reichen, aber das Benzin sei zu teuer, sodass man das Auto gar nicht nutzen könne.

Glücklich in Wahlheimat

Ob und wann die Situation in seiner ehemaligen Heimat besser wird, ist für ihn eine schwierige Frage. „Momentan geht gar nichts“, meint Tsekrekas, der seit zwölf Jahren in Deutschland lebt und glücklich in seiner Wahlheimat ist. Aber es würde den Menschen in Griechenland besser gehen, wenn sich die Politiker nicht die Taschen mit Geld vollstopfen würden. Denn das würde den Weg zur Bevölkerung nie finden, erklärt Lampros Tsekrekas.

Dem stimmt auch Kostas Kiakos, dem das Restaurant Poseidon an der Weingasse in Rotenburg gehört, zu. „Es ist eine Katastrophe“, erklärt Kiakos, der mit seiner Familie vor eineinhalb Jahren nach Deutschland gekommen ist. „Wir haben keine Zukunft mehr gesehen“, sagt Kiakos. Der Besitzer des griechischen Restaurants war früher Journalist auf der Insel Rhodos und kennt die Situation in seinem Heimatland genau.

Trotz der schwierigen Zeit blickt Kiakos optimistisch in Griechenlands Zukunft: „Wenn die Politiker alle weg sind, die das Geld an sich nehmen, wird es bergauf gehen. Und das sind schon einige.“ (mad)

Quelle: HNA

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