Keine Wahlempfehlungen zur Stichwahl

Bebra. Volkmar Hanf (Gemeinsam für Bebra/ 23.6 %) und Uwe Hassl (parteilos/ 34,8 %) treten zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters in Bebra am 22. September gegeneinander an.

Offizielle Wahlempfehlungen der beiden unterlegenen Kandidaten, Thorsten Bloß (CDU/22.4 %) und Christina Kindler (SPD/ 19,2 %) gibt es bisher nicht.

Kindler, die Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes ist, erklärte, darüber werde man im Stadtverband gemeinsam befinden. Auch Bloß sagte, in einer Mitgliederversammlung oder Fraktionssitzung werde man darüber sprechen. Er persönlich habe schon am Sonntagabend zu Hassl gesagt, dass dieser seine Unterstützung habe.

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Christina Kindler räumte ein, die Wahl verloren zu haben. Aber drei Kandidaten hätten Wahlkampf gemacht und die Menschen wieder für Politik interessiert. Diese zusammen 65 Prozent der Wähler seien auch ein Gewinn. Ihr Engagement in der Stadtverordnetenversammlung und für ihre Partei werde sie fortsetzen Sie werde auch am Samstag im Vorfeld der Bundes- und der Landtagswahl wieder am Rathaus-Markt stehen, wenngleich sie das Ergebnis vom Sonntag noch nicht ganz begreifen könne.

Thorsten Bloß als CDU-Fraktionsvorsitzender in Bebra und CDU-Kreisvorsitzender sagte, er mache sich Gedanken, ob er dies mit seiner Tätigkeit beim DRK in Wiesbaden weiter vereinbaren könne. Er hänge nicht an den Ämtern, stellte aber klar, dass er „nicht von der Fahne gehen“ werde.

Mit einem Wahlausgang wie am Sonntag habe er nicht gerechnet, erklärte Thorsten Bloß. Er sei davon ausgegangen, dass das bürgerliche Lager so fest zusammenstehe, dass er in die Stichwahl kommen würde. Programme, Engagement und Hausbesuche hätten nicht gezählt, sondern das Bekenntnis zur Unabhängigkeit. Er selbst hätte sich in der Rolle des Bürgermeisters nicht nur als Moderator gesehen. Ein Bürgermeister müsse die Zügel in der Hand halten, wenn die Pferde und Esel in die falsche Richtung liefen. Da sei es hilfreich, eine starke Fraktion im Hintergrund zu haben. Bloß hatte die Stichwahl um 76 Stimmen verfehlt.

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Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

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