57 Unfälle mit Radfahrern in 2011 – Samstag ist Hauptunfalltag

Keine Probleme mit Kampfradlern im Kreis

Hersfeld-Rotenburg. Das rücksichtslose Verhalten von „Kampfradlern“ hat jüngst Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer auf den Plan gerufen. Und sicher gibt es solche Radrowdies überall, ein Problem stellen sie in ländlichen Regionen wie dem Kreis Hersfeld-Rotenburg aber nicht dar.

Da sind sich Polizei und Martin Engel vom ADFC-Kreisverband einig. Gleichwohl seien Radfahrer, die „recht flott durch die Fußgängerzone radeln“ kein seltenes Bild, wie Engel beobachtet. Viele Verstöße passierten aber auch aus Unwissenheit, zum Beispiel wenn die Beschilderung an Radwegen nicht eindeutig sei. Friedhelm Eyert vom Bebraer Ordnungsamt berichtet, dass es mal gehäuft Beschwerden über Radfahrer auf Gehwegen gegeben habe, stichprobenartige Kontrollen hätten dieses Verhalten aber eingedämmt.

Unfälle mit Radfahrerbeteiligung gab es 2011 im Kreis laut Polizei 57. Bei 30 Unfällen waren die Radfahrer Verursacher des Unfalls. Ums Leben kam niemand, bei den 57 Unfällen gab es allerdings 17 Schwerverletzte und 32 Leichtverletzte. Von den 30 Radfahrern als Verursacher wurden elf schwer und elf leicht verletzt. Hauptursache bei den Unfällen mit Radfahrerbeteiligung war das Einbiegen oder Kreuzen (bei 18 Unfällen), gefolgt von sonstigen, nicht eindeutig zu bestimmenden Gründen und so genannten Fahrunfällen, wie Stürze und Abkommen von der Fahrbahn. Auto-, Lkw- und Busfahrer sollten beim Ein- und Abbiegen besonders auf Radfahrern achten. Bei den von Radfahrern verursachten Unfällen waren die meisten durch Fahrunfälle bedingt, gefolgt von sonstigen Gründen und Einbiegen/Kreuzen. Alkohol spielte in vier Fällen eine Rolle. Fast alle Unfälle passierten auf trockenen Straßen.

Die meisten Unfallbeteiligten insgesamt waren 20- bis 30-Jährige. Von den 30 Radfahrern als Verursacher waren je fünf zwischen 30 und 35 Jahren sowie 75 und 85 Jahren alt. Unter 15 Jährige waren in sechs Fällen betroffen. Die meisten Unfälle passierten samstags zwischen 17 und 19 oder 20 Uhr. Zum Tage, S.2

Von Nadine Maaz

Quelle: HNA

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