Minimale Auswirkungen durch spätere Bescheide

Keine hohen Kosten durch Verzögerung

Ronshausen. Die Aufregung in der Gemeindevertretung war riesig gewesen, nachdem die Ronshäuser SPD in der Sitzung vor Weihnachten während der Debatte über die Festsetzung neuer Steuer-Hebesätze für Grundsteuern und Gewerbesteuer mit ihrer Forderung, zunächst eine Bürgerversammlung einzuberufen, für einen Eklat gesorgt hatte. Inzwischen sind die Erhöhungen beschlossen, die Gemeinde ist unter dem Schutzschirm des Landes, und im Parlament ist wieder Ruhe eingekehrt.

Eine Aussage angesichts vermeintlich höherer Kosten für die Kommune, die durch verspätete Beschlüsse gedroht hatten, galt es aus Sicht der SPD jedoch noch richtigzustellen. Die Haushaltsdebatte am Montagabend nutzte daher SPD-Gemeindevertreter Nils Möller, um öffentlich klarzustellen, dass die Bürgerversammlung und die damit ausgelösten Verzögerungen nicht zu hohen Kosten für die Gemeinde Ronshausen geführt haben.

Reinhard Brandau von der WGR erklärte dazu, die Kosten für die Gemeinde seien zum Zeitpunkt des Streites nicht absehbar gewesen. Unter anderem den intensiven Bemühungen von Bürgermeister Markus Becker sei es aber zu verdanken gewesen, dass kein zusätzliches Geld von der Gemeinde bezahlt werden musste, weil Steuerbescheide nicht mehrfach verschickt werden mussten.

Becker bestätigte, dass die Kosten, die sich durch die Verzögerung des Beschlusses ergeben hätten, „minimale Zinsverluste im 100-Euro-Bereich“ seien und nicht – wie zunächst befürchtet worden war – weitaus höher ausgefallen seien. (pgo)

Quelle: HNA

Kommentare