Evangelische Martin-Luther-Gemeinde löst Vertrag

Keine Einigung bei Jugendarbeit

Wildeck. Der Vertrag zwischen der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde in Wildeck und der politischen Gemeinde Wildeck zur Zusammenarbeit in der Jugendarbeit wird auf Wunsch der Evangelischen Martin-Luther-Kirchengemeinde aufgelöst. Das erklären in einer gemeinsamen Mitteilung die Kirchengemeinde und die Gemeinde Wildeck.

Zur Begründung wird angegeben, dass nach vielen Gesprächen und der gemeinsamen Arbeit an einem neuen Vertrag seit März 2011 zurzeit kein tragfähiger Konsens für eine Fortführung der Zusammenarbeit gefunden werden konnte.

Auf Nachfrage erklärte Pfarrer Winfried Schiel, man habe viel miteinander gesprochen. Es sei dann der Wunsch der Kirchengemeinde gewesen, den Vertrag aufzulösen. Wie es nun weitergehe, werde im Kirchenvorstand besprochen. Zur Martin-Luther-Gemeinde gehören Hönebach, Bosserode, Raßdorf, Richelsdorf und Süß. Man arbeite aber bezüglich der Jugendarbeit auch mit der Evangelisch-reformierten Gemeinde in Obersuhl zusammen. Die Notwendigkeit von Jugendarbeit sehen alle Beteiligten, sagte Pfarrer Schiel. Man suche nun nach Möglichkeiten.

Vonseiten der politischen Gemeinde erklärte der Erste Beigeordnete, Armin Krapf, in Vertretung für den erkrankten Bürgermeister Jürgen Grau, er könne und wolle zu dem Thema Jugendarbeit in Wildeck nichts sagen, weil er bei den Gesprächen nicht dabei gewesen sei.

Der letzte Jugendpfleger in Wildeck, Andreas Mergenthal, hatte zum 31. Dezember 2010 gekündigt. Schon vor ihm war die Stelle ein Jahr lang nicht besetzt gewesen. Die Kirche einschließlich Kirchenkreis finanzierten 38 Prozent Personal- und Sachkosten, die Gemeinde Wildeck mit dem Kreis 62 Prozent.

Schon Anfang 2011 hatte man im Parlament beschlossen, einen Aufgabenkatalog für die Jugendarbeit zu erarbeiten. Strittig war auch gewesen, wer den Jugendpfleger auswählen und wer weisungsbefugt sein sollte.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

Quelle: HNA

Kommentare