Die Rotenburger tragen dieses Jahr 1,4 Mio. Euro zur Haushaltskonsolidierung bei

Kein Geld für Investitionen

Rotenburg. Die Stadt Rotenburg wird in diesem Jahr wieder einen Verlust von etwa 1,5 Millionen Euro machen. Das sieht der Haushaltsentwurf vor, den Bürgermeister Christian Grunwald (CDU) den Stadtverordneten vorgelegt hat. 2012 hatte die Planung noch ein Loch von 4,1 Mio. Euro im Etat veranschlagt.

„Aus diesen Zahlen wird deutlich, dass man wohl doch aus eigener Kraft etwas aktiv gegen die ständig steigenden Defizite und die damit verbundene Schuldenspirale unternehmen kann“, sagte Grunwald. Den größten Beitrag dazu leisten allerdings die Rotenburger Bürger, die die Stadt über Grundsteuer und Wassergebühren zur Kasse gebeten hat: Das hat etwa 1,4 Millionen Euro zusätzlich in die Stadtkasse gespült.

Hoher Fixkostenanteil

Selbst eingespart hat die Stadtverwaltung etwa 500 000 Euro an Sach- und Dienstleistungen. Dabei spielte auch die Zusammenlegung der Kassenverwaltung von Rotenburg und Alheim eine Rolle. Doch laut Grunwald sind die Möglichkeiten für Einsparungen begrenzt: „Die städtischen Aufwendungen haben einen Fixkostenanteil von rund 89 Prozent.“ An den Kreis-, Schul- und Steuerumlagen (7,7 Mio. Euro), den tariflich vereinbarten Löhnen (6,5 Mio. Euro), Abschreibungen (1,3 Mio. Euro) und Bankzinsen (838 000 Euro) könne die Stadt nichts ändern. Insgesamt hat der Ergebnishaushalt einen Umfang von 20,8 Mio. Euro.

Angesichts der Haushaltslage fährt die Stadt die Investitionen auf ein Minimum zurück. Vor allem die gesetzliche Verpflichtung, ab dem Sommer ausreichend Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren anbieten zu können, schlägt sich im Haushalt nieder: Die Neubauten werden die Stadt nach Abzug der Zuschüsse etwa 500 000 Euro kosten.

Ein großer Posten sind auch die 700 000 Euro, die für den Kauf eines Grundstücks für das geplante Feuerwehrgerätehaus (Bau 2015 für 4,5 Mio. Euro) vorgesehen sind. Das erklärt auch, warum die Stadt für ihre Investitionen wieder 816 000 Euro neue Schulden machen muss.

Von Marcus Janz

Quelle: HNA

Kommentare