Kein Abriss des Lokschuppens

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Soll erhalten bleiben: Der Lokschuppen II mit der Drehscheibe davor und rechts daneben dem Gleisfächer (nicht im Bild).

Bebra. Der Lokschuppen in Bebra wird nicht abgerissen. Das beschlossen die Bebraer Stadtverordneten am Donnerstagabend gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, die sich geschlossen für einen Abriss ausgesprochen hatte.

Nachdem mehrere verschiedene Anträge vorlagen und sich abzeichnete, dass keiner eine Mehrheit erhalten würde, hatte Bernd Holzhauer (SPD) zur Besonnenheit gemahnt und eine Sitzungsunterbrechung angeregt. Danach fanden sich SPD-Fraktion und die Mitglieder von Gemeinsam für Bebra (GfB) zusammen und unterstützen mit zwei Konkretisierungen die Magistratsvorlage - wir berichteten.

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Die Mehrheit sprach sich schließlich mit 17 Ja-, 14 Nein-Stimmen und einer Enthaltung dafür aus, die historischen Bahnhofsgebäude grundsätzlich als städtebauliches Denkmal zu erhalten. Der Lokschuppen II soll mit allen Türen, Fenstern, Toren und Dach, Schornstein und Kesselhaus in seiner jetzigen Gestalt erhalten werden. Der barrierefreie Bahnhofsausgang zur Gilfershäuser Straße, der im Zuge der laufenden Bahnhofssanierung entsteht, darf nicht beeinträchtigt werden.

Für die bauliche Sicherung noch in diesem Jahr sollen 100.000 Euro aus dem Stadtumbauprogramm in Anspruch genommen werden. Dazu muss dem Land Hessen bis Ende Juli ein Konzept zum weiteren Umgang mit dem Ensemble Industriedenkmal Bahnhof Bebra vorgelegt werden. In das Konzept, in dessen Erarbeitung der Förderverein eingebunden werden soll, soll auch die Idee eines Energiebahnhofs einfließen. Die Bedingungen und Auflagen für eine Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit einzelner Anlagenteile wie Lokschuppen, Gleisfächer und Drehscheibe soll geprüft werden.

Quelle: HNA

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