Volker Maul hat sich ein Boot gebaut

Mit Katamaran auf die Fulda

Halb fertig: Aus Glasfasermatten und Polyesterharz baut der aus Rotenburg stammende Volker Maul einen Katamaran. Bis morgen soll er fertig sein. Dann will Maul ihn auf der Fulda testen. Foto: Achim Meyer

Rotenburg. Morgen um 15 Uhr wird sich zeigen, ob der Plan funktioniert. Dann wird Volker Maul unterhalb des Rotenburger Wehrs das ungewöhnliche Gefährt zu Wasser lassen, das er in den vergangenen Tagen in einer gemieteten Halle der Autowerkstatt Tost konstruiert hat.

Volker Maul ist 47 Jahre alt, wuchs in Rotenburg auf und hat einen Abschluss als Diplomingenieur. Inzwischen lebt er in Portugal und ist momentan zu Besuch in der Heimat. An einem Kneipenabend entstand bei einem Bier die verrückte Idee, einen Katamaran zu bauen und ihn auf der Fulda zu testen. Maul will beweisen, dass er es kann.

„Das wird beim Machen“, sagt er über seine Vorgehensweise, aber einen Plan hat er schon. Aus Sperrholz hat Maul zwei schmale, je viereinhalb Meter lange Bootsrümpfe gezimmert, die aber nur als Schale zur Formung dienen. Das eigentliche Boot besteht nur aus Glasfasermatten, die in Polyesterharz getränkt und so gehärtet wurden. Mittels einer Platte, ebenfalls aus Glasfaser und Harz, wird Maul die beiden Rümpfe in engem Abstand verbinden und so auch eine Sitzgelegenheit schaffen. Fehlt nur noch ein Paddel, fertig ist das Boot.

Mit der Konstruktion von Booten hat Maul sich vertraut gemacht, als er in Portugal ein Boot repariert hat. Die von ihm erdachte Konstruktionsweise hält er für innovativ, weil sie einfach und günstig sei. „Das muss irre schnell sein“, vermutet er, weil die beiden Rümpfe des Katamarans für eine neun Meter lange Wasserlinie sorgen. Das Boot will Maul mitnehmen nach Portugal und dort zum Fischen oder Sonnenbaden nutzen. Damit könne man im Sommer sogar auf den Atlantik fahren.

Volker Maul lädt die Rotenburger ausdrücklich dazu ein, den Katamaran morgen bei der Jungfernfahrt auf der Fulda zu beobachten. Maul glaubt: „Das kann nicht untergehen.“

Von Achim Meyer

Quelle: HNA

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