Vergewaltigungs-Vorwürfe gegen den Komiker

Vergewaltigungs-Vorwürfe: Karl Dall saß in Untersuchungshaft

Karl Dall Foto: dpa

Bebra/Zürich. Als Karl Dall am 6. November in Ellis Saal in Bebra auftreten sollte, saß er nicht im Krankenhaus, wie er damals über sein Management mitteilen ließ, sondern in der Schweiz im Gefängnis. Eine Journalistin hatte den Vorwurf erhoben, der Komiker habe sie Anfang September nach einem Interview auf seinem Hotelzimmer in Zürich vergewaltigt.

Am 2. und 3. November spielte der gebürtige Ostfriese laut dem eidgenössischen Nachrichtenportal blick.ch sein Bühnenprogramm „Der Opa“ in der Tonhalle im Schweizerischen St. Gallen. Nach der letzten Vorstellung traf er sich mit Paola Felix, der Witwe des verstorbenen TV-Moderators Kurt Felix. Um 23 Uhr klickten im Foyer des Veranstaltungsortes nach Angaben des Sprechers der Zürcher Stadtpolizei die Handschellen: Dall kam ins Untersuchungsgefängnis in Zürich, wie Corinne Bouvard von der Oberstaatsanwaltschaft Zürich gegenüber „Blick“ bestätigte. Bei der dreistündigen Vernehmung erfuhr der 72-Jährige, dass die Frau aus Solothurn zwei Monate nach der vermeintlichen Tat Anzeige gegen ihn erstattet hatte.

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Vier Tage saß Dall in Untersuchungshaft. Das überschneidet sich mit dem Zeitpunkt seines ursprünglich geplanten Auftritts in Weiterode, wo Dall ebenfalls „Der Opa“ spielen sollte. Sein Management sagte mit Verweis auf eine plötzliche Erkrankung ab. Zwei Wochen später holte er seinen Auftritt in Ellis Saal nach.

Für den Kulturverein Ellis Saal kam die Information von Dalls tatsächlichem Verhinderungsgrund am Donnerstag überraschend. Dies erlärte der Vorsitzende Klaus Wittich. (mah/zr)

Quelle: HNA

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