50 Kannen Blutgruppe B

Helmut Reimold aus Imshausen hat schon 100-mal sein Blut gespendet

Helmut Reimold aus Imshausen hat schon 100-mal Blut gespendet. In der Hand hält er eine Armbanduhr mit seinem Namen auf dem Zifferblatt, die er unter anderem als Geschenk vom Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes bekam. Foto: Hefter

Imshausen. Menschen wie Helmut Reimold wünschen sich die Blutspendedienste viele: Schon 100-mal ist der 57-Jährige aus Imshausen beim DRK zum Blutspenden gegangen.

Insgesamt 50 Liter ließ er sich im Lauf der Jahre abzapfen, fünf große Gießkannen voll. Beim Blutspendetermin in Weiterode ist er kürzlich für diese Leistung geehrt worden. Helmut Reimold war Anfang 20, als er das erste Mal zu einem Blutspendetermin ging. Zwei Bekannte, die schon Spender waren, nahmen ihn damals mit in die Brüder-Grimm-Schule nach Bebra. „So genau kann ich mich gar nicht daran erinnern“, sagte er. Der Aderlass bekam ihm gut, er war auch bei den folgenden Terminen mit von der Partie.

Etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun und zugleich anderen Menschen zu helfen, sind seine Hauptmotive fürs Spenden. „Man kann schließlich selbst einmal in die Lage kommen, eine Bluttransfusion zu benötigen“, sagte er. Glücklicherweise ist das bislang noch nicht der Fall gewesen. Der 57-Jährige freut sich über eine robuste Gesundheit. „Wenn das noch 50 Jahre so weitergeht, bin ich zufrieden“, sagte er und lachte.

Bislang wurde er jedes Mal als Spender zugelassen. „Ich habe sie immer gut vertragen.“ Das Setzen der Nadel ist für ihn meistens kein Problem, auch wenn er dabei den Unterschied zwischen gekonnten und weniger gekonnten Einstichen kennenlernte. „Manchmal merkt man gar nichts, und manchmal muss man die Zähne zusammenbeißen.“ Seine Blutgruppe B ist verhältnismäßig selten, nur elf Prozent der deutschen Bevölkerung haben sie.

Zwischenzeitlich pausierte er mit dem Blutspenden einige Jahre, fand aber einen neuen Anfang. Zuletzt hat er immer in Weiterode gespendet. Dort lebte er mit seiner Familie einige Jahre, bevor man 1986 ins eigene Haus in seinen Heimatort zog. Helmut Reimold geht auch zum Termin, wenn dieser mit seinem Schichtdienst kollidiert. Dann opfert er dafür Zeit von seinem Stundenkonto.

Vier Termine im Jahr

Die vier Termine im Jahr sind für ihn und seine Frau Gisela, ebenfalls Blutspenderin, auch ein geselliges Ereignis. Beim anschließenden Imbiss trifft man immer Bekannte und nimmt sich Zeit für einen Plausch. Gisela Reimold ist übrigens auf dem besten Weg, es ihrem Mann nachzumachen: Sie bringt es schon auf 76 Blutspenden. (ysy)

Von Susanne Hefter

Quelle: HNA

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